Schulmedizin aktuell am 24. Mai 2019

Deutschland

In Deutschland sichern immer weniger Hersteller die Medikamentenversorgung für immer mehr Patienten. So wird z.B. Methotrexat, das u.a. gegen Krebs und Rheuma eingesetzt wird, zu 97,2 % von nur 3 Herstellern produziert. Das Problem zeigt sich erst auf den 2. Blick: Hinter den 3 Herstellern kann ein einziger Wirkstofflieferant stehen ! Das neue Gesetz zur Verbesserung der Arzneimittelsicherheit (GSAV), das im Juli 2019 in Kraft tritt, löst das Problem der Oligopolisierung von Wirkstoffherstellern nicht. (Pro Generika, 24.05.2019)

Der Lebensmittelhändler “Kaufland” will bis 2021 den Zucker-, Salz- und Fettgehalt bei über 300 Eigenmarkenartikeln um durchschnittlich 20 % reduzieren. (Kaufland, 24.05.2019)

Bild: Kaufland

Österreich

Die Ambulanzfälle sind in Österreich von 2005 bis 2017 um 34 % angestiegen. 2017 wurden insgesamt 8,760.806 Ambulanzfälle dokumentiert. Spitalsärzte behandeln in den schon übervollen Ambulanzen auch viele Selbstzuweiser, die größtenteils ebenso gut von niedergelassenen Ärzten betreut werden könnten. Die Patientenversorgung vor allem an Wochenenden und Feiertagen muss im niedergelassenen Bereich gesichert werden, damit nicht noch mehr Patienten in die Spitalsambulanzen abwandern. (Österreichische Ärztekammer, 24.05.2019)

Alkohol als Genussmittel ist in Österreich schlechthin ein positiv besetztes Kulturgut. 5 % der Österreicher ab 15 Jahren gelten als alkoholabhängig. Davon sind 3 Viertel Männer. Gründe, um psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen, denn oftmals ist es die “letzte Chance”, bevor der totale Absturz kommt. (Österreichischer Bundesverband für Psychotherapie, 24.05.2019)

Schweiz

Fast nirgendwo sonst in Europa darf derart offen für Tabakprodukte geworben werden wie in der Schweiz. Folglich beginnen auch 57 % der Schweizer Raucher vor ihrem 18. Lebensjahr mit dem Tabakkonsum. In der Schweiz sterben noch immer rund 9.500 Personen an den direkten Folgen des Rauchens, 40 % davon an Lungenkrebs. (Krebsliga Schweiz, 24.05.2019)

Bild: Sucht Schweiz

Der eigentliche Rauchstopp gelingt am besten, wenn man gleich ganz auf Zigaretten verzichtet und nicht versucht, erst langsam zu reduzieren. Am Ende ist es wichtig, dem Verlangen nach einer Zigarette mit aller Kraft zu widerstehen. Während dieser Zeit kann man stattdessen einen Apfel essen, Zähne putzen oder sich die Hände massieren. (Krebsliga Schweiz, 24.05.2019)

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