Schulmedizin aktuell am 23. Juli 2019

Europa

Mit 38 Biopharmazeutika wurden 2018 so viele biotechnologisch hergestellte Arzneimittel wie noch nie für den EU-Markt zugelassen. Das sind erneut mehr als chemisch-synthetisch hergestellte Arzneimittel. Die Herstellung biotechnologischer Arzneimittel ist ein aufwändiger, zeit- und kostenintensiver Prozess, bei dem jegliche Art von Qualitätsschwankung vermieden werden muss, um konstante Bedingungen zu gewährleisten. In großen Stahltanks, den sog. Bioreaktoren, produzieren lebende, gentechnisch veränderte Zellen den gewünschten Wirkstoff. Die Produktion findet innerhalb einer optimalen, kontrollierten Umgebung für die sehr empfindlich reagierenden Zellstämme statt. Die Bedingungen werden hinsichtlich Nährstoffe, Temperatur, pH-Wert und Druck in den Bioreaktoren permanent überwacht, denn Biopharmazeutika reagieren auf Schwankungen bei diesen physikalischen Parametern. (Amgen GmbH, 23.07.2019)

Foto: Amgen GmbH

Deutschland

Durchschnittlich 24 Jahre des Lebens verbringt der Mensch schlafend. (Aktion gesunder Rücken, 23.07.2019)

Bild: Aktion Gesunder Rücken

Bei immer chaotischeren Zuständen in den Notaufnahmen der Spitäler besteht dringender Handlungsbedarf. … In Zukunft soll die ambulante Notfallversorgung durch Krankenhäuser und niedergelassene Ärzte gemeinsam und besser abgestimmt am Standort der Kliniken erfolgen. (Verband der Leitenden Krankenhausärzte Deutschlands, 23.07.2019)

Manche Diabetiker haben regelrecht Panik vor Unterzuckerung. Sie messen dann sehr oft ihren Blutzucker und fühlen sich nur bei erhöhten Werten sicher. Manchmal geht die Angst so weit, dass die Betroffenen alles meiden, was zu einer Hypo führen kann wie z.B. Sport. Verhaltenstherapien können dann helfen, solche Ängste abzubauen. Oder auch technische Systeme, die den Zuckerspiegel per Sensor überwachen. (Diabetes Ratgeber, 23.07.2019)

Zur Artikelreihe über die globale Mundgesundheit in “The Lancet” sagt die Bundeszahnärztekammer: Wie die skandinavischen Länder hat auch Deutschland eine hervorragende und Beispiel gebende Prävention in der Mundgesundheit. Gleichzeitig ermöglicht das deutsche Gesundheitssystem  einen niederschwelligen Zugang zu Therapie und zu Prophylaxe im Bereich Zahnmedizin. So sind etwa 81 % der 12-jährigen Jugendlichen völlig kariesfrei. (BZÄK, 23.07.2019)

Österreich

Krebspatienten wurden in Österreich bislang ausschließlich mit Protonen behandelt. Doch ab sofort steht auch die Therapie mit Kohlenstoffionen zur Verfügung. Diese Behandlung macht MedAustron in Wiener Neustadt möglich und zählt damit weltweit zu den nur 6 Zentren, die Tumore sowohl mit Protonen als auch mit Kohlenstoffionen bekämpfen können. Die Partikel- oder Ionentherapie ist eine Strahlentherapie, die es ermöglicht, die Strahlenbelastung im gesunden Gewebe rund um den Tumor zu senken und damit auch das Risiko für Nebenwirkungen und Spätfolgen zu reduzieren. (EBG MedAustron GmbH, 23.07.2019)

Pressekonferenz von MedAustron u.a. mit Dr. Piero Fossati, Direktor für das neue Kohlenstfoffionen-Programm. (Foto: F. Baldauf)

Die Gefahr von Badeunfällen wird unterschätzt. In Österreich ist Ertrinken bei Kindern unter 5 Jahren die zweithäufigste Todesursache nach Verkehrsunfällen. … Wenn der/die Gerettete bewusstlos ist und nicht mehr atmet, so ist rasche Hilfe lebenswichtig. Dann sollte man sofort mit der Reanimation beginnen bis der Rettungsdienst eintrifft. (Die Johanniter, 23.07.2019)

Seit 2010 ist die Bevölkerung Wiens um 200.000 Bürger gewachsen. Die Zahl der Spitalsärzte aber ist im selben Zeitraum von 3.532 auf 3.502 im Jahr 2018 gesunken. Im niedergelassenen Kassenärztebereich sind es sogar 100 Ärztinnen und Ärzte weniger. Zusätzlich zu diesem Ärztemangel ist in Wien auch ein genereller Personalmangel bei Gesundheitsberufen zu beobachten. Eine Folge davon ist die gestiegene Aggressionsbereitschaft mancher Patienten. (Österreichische Ärztekammer, 23.07.2019)

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