Schulmedizin aktuell am 23. Dezember 2019

Europa

Ab 26. Mai 2020 ist die neue Medizinprodukte-Verordnung in der EU gültig. Ihr Ziel ist, die Sicherheit für Patienten beim Einsatz von Medizinprodukten zu verbessern und das Schutzniveau innerhalb der EU zu vereinheitlichen. Alle neuen und viele bereits auf dem Markt befindliche Medizinprodukte müssen die neuen Regelungen einhalten. Die Verordnung verschärft die Anforderungen an Hersteller und Behörden. Letztere sind im staatlichen Auftrag für die Prüfung von Medizinprodukten zuständig. Die Hersteller wiederum müssen mehr klinische Studien vorweisen. Mit Hilfe von Identifikationsnummern können Medizinprodukte künftig besser zurückverfolgt werden und eine umfassende Datenbank verbessert die Transparenz des Systems. (Verband der TÜV, 23.12.2019)

Deutschland

Rund um die Weihnachtsfeiertage sind die gefragtesten Medikamente in deutschen Apotheken Ibuprofen-Produkte (56 %), Iberogast (54 %) sowie Grippostad und Aspirin (je 25 %). Werden die Feiertage zur Zerreißprobe für den Magen, so rät das Apothekenpersonal zu Iberogast, um die Beschwerden zu lindern, die Gänsebraten, Rotkraut & Co. nach sich ziehen. Mittel wie Talcid (39 %), Lefax (36 %), Gaviscon (28 %) und Riopan (28 %) spielen dabei nur eine untergeordnete Rolle. (Aposcope, 23.12.2019)

Alkohol zu trinken ist mit das Dümmste, was man beim Saunieren tun kann, denn Alkohol weitet die Blutgefäße zusätzlich und beschleunigt den Herzschlag. Der Sauna-Effekt wird also verstärkt, gleichzeitig lässt das Risikobewusstsein nach. Warnsignale wie Kreislaufprobleme werden dadurch leichter übersehen. (Kneippärztebund, 23.12.2019)

Österreich

Der Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) ist der größte Arbeitgeber im österreichischen Gesundheitswesen. Aktuell arbeiten in den KAV-Spitälern über 3.500 Ärzte, davon über 1.100 in Ausbildung. Ab 2020 erhöht der städtische Spitalsbetreiber seine Kapazitäten um 250 Stellen für Ärzte in Ausbildung. Auch im KAV wird es zunehmend schwieriger Fachärzte wie Anästhesisten oder Psychiater zu finden. Offene Stellen können oft nur schwer und teilweise gar nicht nachbesetzt werden. Dabei wird der Bedarf an Medizinern in den nächsten Jahren weiter ansteigen. In 5 Jahren werden beim KAV jährlich über 100 Ärzte in den Ruhestand treten. Darauf müsse man sich vorbereiten. (PID der Stadt Wien, 23.12.2020)

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