Schulmedizin aktuell am 22. Februar 2019

Deutschland

Vor einer Blasenentzündung können auch die besten Verhütungsmethoden nicht schützen. Aber warum haben eigentlich vor allem Frauen so oft Probleme mit der Blase ? Das liegt an ihrer Anatomie. Bei einer Blasenentzündung (Harnwegsinfekt) dringen Bakterien in die Harnröhre ein, wo sie eigentlich nicht hingehören. Dort vermehren sie sich und wandern weiter zur Blase, wo sie die Schleimhaut angreifen. Und bei Frauen haben es diese Bakterien leichter, weil die Harnröhre Frau kürzer ist bei Männern. … Leider ist es auch so, dass viele Frauen, die einmal einen Harnwegsinfekt hatten, immer wieder daran erkranken. (Ifemedi, 22.02.2019)

Der Deutsche Ethikrat hat am 21. Feb. 2019 im Rahmen einer öffentlichen Anhörung in Berlin gemeinsam mit Sachverständigen aus den Bereichen Virologie, Epidemiologie und Politikwissenschaft darüber diskutiert, welche regulatorischen Maßnahmen für die Verbesserung von Impfraten ethisch und rechtlich akzeptabel beziehungsweise sinnvoll sind. Die Ergebnisse dieser Anhörung werden in die Stellungnahme zum Thema “Impfen als Pflicht ?” einfließen, die der Ethikrat derzeit erarbeitet. … Impfungen gehören zu den erfolgreichsten Vorsorgemaßnahmen der Medizin. (Deutscher Ethikrat, 22.02.2019)

Zuhause zu leben ist für ältere Menschen einer der größten Wünsche für den letzten Lebensabschnitt. … Dazu nimmt auch das Niveau der medizinischen Versorgung in den eigenen 4 Wänden zu. (TÜV Rheinland AG)

Die Tarifverhandlungen für die etwa 55.000 Ärztinnen und Ärzte in den bundesweit rund 500 kommunalen Kliniken werden am 11. März 2019 in Berlin fortgesetzt. (Marburger Bund, 22.02.2019)

Schweiz

Die Gesundheitskommission setzt sich für die Patienten ein und verlangt einstimmig vom Bundesrat, er müsse sicherstellen, dass durch die Umteilung der Arzneimittel von der Kategorie C in die Kategorie B keine zusätzlichen Kosten und Aufwände für das Gesundheitssystem entstehen. Die vips begrüsst diese Kurskorrektur ausdrücklich. Nun liegt der Ball bei BAG und swissmedic, eine rasche unbürokratische Kurskorrektur vorzunehmen. (Vereinigung Pharmafirmen in der Schweiz, 22.02.2019)

Liechtenstein

Die Regierung Liechtensteins hat Abänderungen der Krankenversicherungsverordnung beschlossen. Seit dem 1. Jan. 2019 werden 6 Gruppen von Eingriffen von der OKP nur noch bei ambulanter Durchführung vergütet. Nur in definierten Ausnahmefällen kann eine stationäre Behandlung weiterhin vergütet werden. Die zu Grunde liegenden Verordnungsbestimmungen wurden aus der Schweiz übernommen. … Auf Empfehlung der Leistungskommission erfolgt regelmäßig eine Angleichung des OKP-Leistungskataloges an jenen der Schweiz. Mit der aktuellen Anpassung werden Änderungen bei den ärztlichen Leistungen nachvollzogen, darunter die Neuaufnahme eines Tests auf schwere angeborene Immundefekte im Rahmen des Neugeborenen-Screenings und die befristete Aufnahme der autologen Fetttransplantation zur Brustrekonstruktion nach einer medizinisch indizierten Brustentfernung. … Die Leistungskommission hat sich mit 3 Anträgen zur Abänderung der Diagnosen und Voraussetzungen einer Befreiung von der Kostenbeteiligung bei chronischer Erkrankung befasst (Morbus Behcet Adamantiades, Morbus Addison sowie Tumorerkrankungen ohne Behandlung mittels Chemo- oder Strahlentherapie) und diese ablehnend beurteilt. Die Regierung ist den Empfehlungen der Leistungskommission gefolgt. (Fürstentum Liechtenstein, 22.02.2019)

Schreibe einen Kommentar