Schulmedizin aktuell am 20. November 2019

Europa

Nur noch 20 % der in Europa verwendeten Wirkstoffe für Generika werden auch in Europa produziert. (Österreichischer Generikaverband, 20.11.2019)

Während in Deutschland das belegte Brot die Nummer 1 bei der Schuljause ist, liegt in Österreich das Obst mit Abstand an 1. Stelle. Doch in beiden Ländern geben mehr über 75 % der Eltern ihren Kindern Obst und mehr als 50 % Gemüse mit in die Schule. Interessant ist dabei ein Geschlechts- und Altersunterschied: In beiden Ländern erhalten Töchter mehr Gemüse und Obst mit in die Schule als Söhne. Und jüngere Schulkinder finden ebenfalls öfter Obst und Gemüse in der Pausendose als ältere Schüler. (Servicebüro Snack 5, 20.11.2019)

Infografik: Servicebüro Snack 5

Deutschland

Haben Sie sich schon einmal Gedanken gemacht, dass Krankenhäuser nicht nur in Deutschland unterschiedlich erfolgreich sind ? Und dass diese Qualitätsunterschiede Sie direkt betreffen können ? Damit ist nicht nur ein besseres oder schlechteres Essen gemeint. Es geht dabei vielmehr um Fakten: Krankenhäuser bzw. Ärzte haben unterschiedliche Erfahrungen und das spiegelt sich auch in den Behandlungserfolgen. Nunmehr hilft ein kostenfreier Internetservice von bonmedi Patienten, das für sie beste Krankenhaus zu finden. Zumal Krankenhaus nicht gleich Krankenhaus ist. Ein Beispiel ist die Hüft-Endoprothese, von der hierzulande knapp 300.000 Operationen pro Jahr erfolgen. Einige Krankenhäuser operieren diese über 3.000 Mal im Jahr, also rund 10 Mal täglich, andere Spitäler hingegen oft nur 1 x pro Woche oder noch weniger. Da muss die Qualität zwangsläufig unterschiedlich sein.  (bonmedi GmbH, 20.11.2019)

Arbeitsunfähigkeit bedeutet nicht automatisch Bettlägerigkeit: Einkaufen oder spazieren gehen sind erlaubt – wie überhaupt alles, was die Heilung fördert. Nebentätigkeiten gehören allerdings nicht dazu. Wer schneller wieder arbeitsfähig ist, darf trotz Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung arbeiten – ohne Nachteile beim Versicherungsschutz zu riskieren. Der Chef darf dieses Angebot allerdings auch ablehnen, wenn er zu dem Schluss kommt, dass der Arbeitnehmer seine Arbeit noch nicht gewissenhaft erledigen kann – das gebietet seine Fürsorgepflicht gegenüber den Angestellten. (Apotheken Umschau, 20.11.2019)

Österreich

In Österreich kommt es laut der Österreichischen Gesellschaft für Krankenhaushygiene jedes Jahr bei 95.000 Patienten zu einer Infektion mit sog. Krankenhauskeimen. Für rund 5.000 davon endet dieser Umstand tödlich. Absichtserklärungen, das zu ändern, gab es schon oft. (Österreichische Gesellschaft für Krankenhaushygiene, 20.11.2019)

Plattform “Kampf gegen Krankenhauskeime” u.a. mit Prof. Dr. Ojan Assadian, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Krankenhaushygiene. (Foto: ÖGKH / Godany)

Ein sog. Parallelexport kann die Versorgung der österreichischen Patienten mit Medikamenten gefährden. Dabei werden Arzneimittel, die in Österreich günstiger sind als in anderen EU-Ländern, in Österreich erworben und dann in einem höherpreisigen Land verkauft. In Österreich sind aktuell 230 Medikamente nicht oder nur eingeschränkt lieferbar. (Österreichischer Generikaverband, 20.11.2019)

In Österreich sind schon 400.000 Menschen von der tückischen Lungenkrankheit COPD betroffen. Ab einem gewissen Stadium brauchen Patienten dann medizinischen Sauerstoff zum Atmen. Darum fungieren derzeit in Österreich auch 40 öffentliche Apotheken als sog. Sauerstofftankstellen. (Österreichische Apothekerkammer, 20.11.2019)

Die nicht-invasive funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT) kann wichtige prognostische Information zur Einstufung und Prognoseabschätzung von chronischen Lebererkrankungen liefern – und das ohne Strahlenbelastung und Komplikationsrisiko. Aktuell werden dazu meist invasive Verfahren wie eine Leberbiopsie zur Beurteilung einer Lebervernarbung oder eine Lebervenendruckmessung zur Diagnose eines Pfortaderhochdrucks angewandt. (MedUni Wien, 20.11.2019)

Schweiz

Beim Sponsoring durch Schweizer Pharmafirmen geht es um viel Geld. So überwies die Pharmabranche 2018 rund 181 Mio. CHF an Forscher und Organisationen. Das ist ein Plus von 12 %. Davon gingen 12 Mio. CHF an Ärzte direkt, 97 Mio. CHF erhielten Ärzteorganisationen und Universitäten. 72 Mio. flossen in Forschungspartnerschaften. Doch werden längst nicht alle Zahlungen von der Pharmabranche namentlich offengelegt. Bei 22 % der Zahlungen an Ärzte und 6 % der Zahlungen an Organisationen ist der Empfänger unbekannt. Der Basler Pharmakonzern Novartis hat 2018 praktisch alle Zahlungen namentlich zugewiesen, “Merck” hingegen legt nur 33 % der Zahlungen an Ärzte offen. (Handelzeitung, 20.11.2019)

Zigaretten haben bei der Schweizer Jugend in den letzten Jahren deutlich an Attraktivität verloren. Rauchten 2006 noch 15 % der 15-Jährigen regelmäßig, so sind es 2019 nur mehr 9 %. Doch zur Besorgnis Anlass gibt der Konsum von E-Zigaretten. So gaben 2018 17 % der 15-Jährigen zu, innerhalb des letzten Monats E-Zigaretten konsumiert zu haben. (ARGE Tabakprävention Schweiz, 20.11.2019)

Bild aus Schweizer Erklärfilm gegen das Rauchen. (ARGE Tabakprävention Schweiz)

Schreibe einen Kommentar