Schulmedizin aktuell am 2. Juli 2019

Welt

Sehkorrektur hat für Menschen auf der ganzen Welt Bedeutung, da sie funktionelle Vorteile liefert. Retter, Militärs, Schauspieler, Sportler und TV-Leute haben die höchste Wahrscheinlichkeit, eine Sehkorrektur vornehmen zu lassen. Auch in den Entwicklungsländern wird sie immer häufiger, verdrängt den Bedarf an Brillen und verbessert die Möglichkeiten für Beruf und Bildung. Sehkorrektur ist nicht das Gleiche wie Brillen und Kontaktlinsen. Diese sind zwar effektiv, aber keine dauerhafte Lösung. Zudem können sie teuer und für den Lebensstil einer Person eine Bürde sein. Chirurgische Eingriffe für die Sehkorrektur liefern echte und dauerhafte Ergebnisse und sind mit der Zeit billiger als Brillen und Kontaktlinsen. Zudem haben sie enorme Vorteile für den Lebensstil. … Tatsächlich gibt es 8 Eingriffe für die Sehkorrektur: LASIK, Oberflächenablation, SMILE, Refraktive Kataraktchirurgie, Refraktiven Linsentausch, Phakische Intraokularlinsen, Inlays für die Kornea und Kornea-Crosslinking. (The Refractive Surgery Alliance, 02.07.2019)

Europa

Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Krebs und Atemwegserkrankungen verursachen heute in Europa bereits 77 % der Krankheitslast und 86 % der vorzeitigen Todesfälle. Hauptsächliche Risikofaktoren sind Übergewicht sowie der übermäßige Verzehr von kalorienreicher Nahrung, gesättigten Fetten, Transfettsäuren, Zucker und Salz bei zu geringem Konsum von Obst, Gemüse und Vollkornprodukten. (Österreichische Ärztekammer, 02.07.2019)

Deutschland

Die Sonne ist lebenswichtig und gefährlich zugleich. Weißer Hautkrebs ist chirurgisch gut zu behandeln. Der schwarze Hautkrebs kam lange Zeit einem Todesurteil gleich, doch seit einigen Jahren gibt es zielgerichtete Medikamente, mit denen sich der Krebs zeitweise zurückdrängen lässt. In Einzelfällen gelang sogar schon eine Heilung. In 9 von 10 Fällen handelt es sich bei Hautkrebs um die sog. weiße Form, die meist keinen bösartigen Verlauf nimmt. Problematischer ist es beim schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom). Wird der Krebs frühzeitig entdeckt, so können Ärzte den Patienten durch einen relativ kleinen chirurgischen Eingriff heilen. Ist er aber bereits fortgeschritten und hat Metastasen gestreut, hilft keine Operation mehr. Dann werden Arzneimittel unverzichtbar. (Bundesverband der pharmazeutischen Industrie, 02.07.2019)

Bild: BPI

Neueste Krebsmedikamente helfen dem Körper, sich selbst zu heilen. Sie überlisten die Mechanismen der Krebszellen, sich vor den natürlichen Abwehrkräften zu verstecken. Dadurch können die natürlichen Immunzellen den Tumor wieder angreifen und zurückdrängen. Auch existieren Therapien gegen individuelle molekulare Eigenschaften von Tumor-Mutationen. Wird beim Patienten eine spezifische Tumor-Mutation diagnostiziert, blockieren diese Wirkstoffe das Wachstum dieser Krebszellen. Dank des Einsatzes dieser Wirkstoffe lässt sich heute die Überlebensrate der Patienten teilweise verdoppeln. Eine Kombination aus mehreren Medikamenten könnte zukünftig für weitere Erfolge sorgen. (Bundesverband der pharmazeutischen Industrie, 02.07.2019)

Ein Großteil der deutschen Bevölkerung meint, wegen körperlicher Einschränkungen oder Schmerzen auf eine aktive Betätigung zu verzichten. Ganze 43 % leiden unter Knieschmerzen, fast 20 % unter Schmerzen an der Ferse. Ausgangspunkt ist in vielen Fällen eine übermäßige Belastung oder falsche Druckverteilung am Fuß. Die Füße werden bei jedem Schritt belastet und müssen pro Tag bis zu 500 Tonnen Druck aushalten. (Reckitt Benckiser Deutschland GmbH, 02.07.2019)

Lungenkrebs gehört zu den häufigsten krebsbedingten Todesursachen in Deutschland. Doch es zeichnet sich ein Umbruch ab: Das immer bessere Verständnis der Krankheit ermöglicht die Entwicklung wirksamerer und zielgerichteter Therapien. Damit Lungenkrebspatienten von der modernen Spitzenmedizin profitieren können, ist jedoch auch eine präzise Diagnose auf der molekularen Ebene nötig. Das “Nationale Netzwerk genomische Medizin Lungenkrebs” in Köln vereint beide Felder: Bundesweit leisten dazu 15 universitäre Standorte eine einheitliche molekulare Diagnostik und geben aufgrund der Befunde Therapieempfehlungen ab. Die eigentliche Behandlung der Patienten erfolgt anschließend wohnortnah. (Deutsche Krebshilfe, 02.07.2019)

Tiefkühlprodukte sind aus der heutigen Ernährung nicht mehr wegzudenken. Praktisch jeder Haushalt kauft und nutzt sie. Darunter gibt es viele “Vielverwender”: 68 % der Befragten verzehren Tiefkühlprodukte mehrmals im Monat. Deutliche Unterschiede gibt es zwischen den Altersgruppen: Jüngere Konsumenten mögen am liebsten Kartoffelprodukte und Pizza, Ältere hingegen Gemüse und Fisch aus der Tiefkühltruhe. Insgesamt ist das Image von Tiefkühlprodukten in Deutschland sehr positiv. (Deutsches Tiefkühlinstitut, 02.07.2019)

Infografik: Deutsches Tiefkühlinstitut

Dass Menschen pro Tag bis zu 100 Haare verlieren, ist normal. Übersteigt der Haarausfall diesen Schwund, sollte man möglichst schnell zum Hausarzt. (Senioren Ratgeber, 02.07.2019)

Österreich

Wenn in Österreich im Einzelfall tatsächlich ein Medikament nicht verfügbar ist, dann lässt sich in der Regel gemeinsam mit dem Arzt ein alternatives Präparat finden. (Pharmig, 02.07.2019)

Das Massenphänomen Übergewicht ist eine gesundheitliche, gesundheitspolitische und gesundheitsökonomische Zeitbombe. Eine in „The Lancet“ veröffentlichte Studie empfiehlt einen maximalen Konsum von 35 g Fleisch pro Tag. Das sei auch unter ökologischen Aspekten bedeutsam, weil für die Produktion von 1 kg Fleisch etwa 6 kg pflanzliches Tierfutter erforderlich sind. Fleisch sei zudem der größte Faktor des nahrungsmittelbedingten Ausstoßes von Treibhausgas. Eine gut geeignete Richtlinie für gesunde Ernährung bietet der von der Harvard Medical School entwickelte „Gesunde Teller“. Er zeigt das Verhältnis, in dem einzelne Nahrungsmittel zusammengestellt werden sollten: Die Hälfte besteht dabei aus Obst und Gemüse, ein Viertel aus Vollkornprodukten und ein Viertel aus Protein. (Ärztekammer Österreich, 02.07.2019)

In etwa 1.600 Ärztinnen und Ärzte haben in Österreich bereits das Ärztekammerdiplom für Ernährungsmedizin absolviert. Diese Expertise ist zum Erreichen der WHO-Vorgaben unverzichtbar. (Ärztekammer Österreich, 02.07.2019)

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