Schulmedizin aktuell am 18. Juli 2019

Europa

Viele Lebensmittel werden international gehandelt, importiert – und miteinander vermischt. So landen häufig Honige unterschiedlicher Herkunft in einem Glas. Auch Wein oder Olivenöl von verschiedenen Produzenten aus unterschiedlichen Ländern kann sich in einer Flasche befinden. Je mehr gemischt wird, desto eher besteht die Gefahr der Fälschung. Und je länger und undurchsichtiger die Lieferketten sind, desto einfacher ist es für Fälscher, ihre Spuren zu verwischen. (ZDF, 18.07.2019)

Ab Oktober 2019 schickt Hapag-Lloyd Cruises das Luxusschiff Europa auf neuen Kurs: Mit “Europa Refresh” wird den Gästen die Möglichkeit geboten, alle Aspekte eines nachhaltigen Lebensstils zu einem optimalen Programm für ihr Wohlbefinden zu kombinieren. Dazu zählen innovative Fitness-Angebote, Ernährungsberatung (nach Dr. Anne Fleck) sowie Entspannung. (Hapag-Lloyd Cruises, 18.07.2019)

Deutschland

47 % der deutschen Arbeitnehmer leiden regelmäßig unter Job bedingten Beschwerden wie Erschöpfung, Schlafstörungen, Nacken- oder Kopfschmerzen. Wer sie ignoriert, riskiert die psychischen Erkrankungen Depression oder Burnout. Und wegen seelischer Erkrankungen gab es 2017 rund 107 Mio. Krankheitstage – seit 2007 eine Verdopplung ! Ein Grund für Stress im Job ist die Arbeitskultur in Deutschland. So müssen 16 % der Befragten oft Überstunden machen und 12 % fühlen sich von Vorgesetzten unter Druck gesetzt. Bei 14 % sorgt auch die Digitalisierung für Stress. 76 % der Berufstätigen in Deutschland legen Wert darauf, das Verhältnis von Beruf und Freizeit ausgewogen zu gestalten. (ManpowerGroup Deutschland GmbH, 18.07.2019)

In Deutschland gibt es rund 23 Mio. Schmerzpatienten und trotz der Fortschritte in den letzten Jahren eine immer noch große Versorgungslücke. Um so mehr muss der individuelle Patient wieder in den Fokus rücken, denn Standardrezepte werden den Bedürfnissen der Patienten nicht mehr gerecht. (Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin, 18.07.2019)

Wenn ein Patient ein vom Arzt verordnetes Arzneimittel wegen bestimmter Zusatzstoffe nicht verträgt, sollte er das seinem Apotheker sagen. Dieser kann bis auf wenige Ausnahmen “pharmazeutische Bedenken” anmelden und ein dem Wirkstoff gleiches Präparat ohne diesen Hilfsstoff abgeben. (Apotheken Umschau, 18.07.2019)

Die Ökonomisierung des Gesundheitssektors trifft zunehmend das medizinische Fachpersonal. Besonders Ärzte sehen sich mit neuen Anforderungen konfrontiert, die keine Wissenslücken erlauben, damit strategische und operative Entscheidungen optimal umgesetzt werden können. Gefordert sind unter anderem Kenntnisse über Personalführung, Prozess und Change Management, Gesundheitsökonomie sowie strategisches und operatives Management. Im Medizinstudium werden diese jedoch kaum vermittelt. (Wings Fernstudium, 18.07.2019)

Generalisierende Sichtweisen helfen bei der notwendigen Diskussion über die zukünftige Krankenhauslandschaft in Deutschland nicht weiter. Jedes Krankenhaus und jeder Standort hat sein eigenes, auf die Situation vor Ort angepasstes Versorgungsangebot. Der in der Bertelsmann Studie geforderte radikale Einschnitt und eine Konzentration der Versorgung auf deutlich unter 600 Krankenhäuser ist realitätsfern und würde viele Probleme, insbesondere bei der Sicherstellung einer guten Versorgung im ländlichen Raum, nicht lösen. (Barmherzige Brüder Trier gGmbH, 18.07.2019)

Laut NASA hatten die Apollo-Astronauten folgende Präparate an Bord: 60 antibiotische Mittel, 12 Mittel gegen Übelkeit, 18 Schmerzmittel, 60 abschwellende Mittel, 24 gegen Durchfall, 72 Aspirin und 21 Schlafmittel. Davon hatte die Crew der 11. Apollo-Mission allerdings nicht viele gebraucht. Lediglich die Präparate gegen Übelkeit wurden zur Hälfte aufgebraucht. Auch heute noch sind die meisten eingenommenen Medikamente im Weltraum gegen Übelkeit, Schmerzen und Schlafmittel. … Heute findet der Großteil der bemannten Raumfahrt auf der (von der Erde aus nur 400 km entfernten) Internationalen Raumstation ISS statt. Dort experimentiert die Besatzung u.a. mit Proteinkristallen. Proteine sind die Grundlage des Lebens. (Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie, 18.07.2019)

Bei einem Freiluftkonzert werden mitunter Lautstärkepegel von 110 dB oder mehr erreicht. Das entspricht der Lautstärke einer Motorsäge. Auch wenn die eigene Lieblingsmusik nicht als Lärm eingeordnet wird, ist die Belastung für die Ohren enorm. Das Gehör kann irreparabel geschädigt werden. Hörakustiker raten daher, sich nicht direkt vor Lautsprechern zu positionieren. (Bundesinnung der Hörakustiker KdöR, 18.07.2019)

Frühgeburten sind die häufigste Komplikation in der Schwangerschaft – Tendenz steigend ! Pro Jahr kommen in Deutschland rund 60.000 Babies zu früh auf die Welt. (BKK Mobil Oil, 18.07.2019)

Erklärtes Ziel der Landhaus Teigwaren Müller GmbH ist, bis 2027 einen Anteil von 3 % am Nudelmarkt in Nordrhein-Westfalen zu erreichen. Das entspricht dem Verkauf von ca. 12 Mio. Packungen Müller’s Landnudeln pro Jahr. (Teigwaren Müller GmbH, 18.07.2019)

Österreich

Die sog. Patientenmilliarde muss fließen, auch wenn sich die Einsparungen bei der künftigen Österreichischen Gesundheitskasse nicht realisieren lassen. Wir brauchen 1.300 neue Kassenstellen in ganz Österreich, um eine adäquate Gesundheitsversorgung für die Patient sicherzustellen. Mittelfristig brauchen wir auch einen Investitionsschub, der uns gemessen am BIP auf das Niveau unserer Nachbarn in Deutschland und der Schweiz bringt. (Österreichische Ärztekammer, 18.07.2019)

Der E-Impfpass stellt ein zentrales Tool zur Verkleinerung der Impfdefizite in Österreich sowie zur Verbesserung der Prävention von Infektionskrankheiten in der Bevölkerung dar. Seine Anwendung wird allen Bürgern zugutekommen. (Österreichische Apothekerkammer, 18.07.2019)

Bei Patienten, die eine Oberarm-Amputation im Rahmen von Arbeits- oder Verkehrsunfällen erleiden, müssen nicht nur die Hand und das Handgelenk, sondern auch der Ellenbogen durch eine myoelektrische Prothese ersetzt werden. Die implantierten Sensoren senden dann das Muskelsignal drahtlos aus dem Amputationsstumpf zur Prothese und werden mittels einer Spule im Prothesenschaft drahtlos mit Energie versorgt. In Kombination mit einer selektiven Verlagerung der Nerven, die vor der Amputation für Hand- und Armfunktion zuständig waren, wird es diesen Patienten dadurch ermöglicht, die Prothese intuitiv zu steuern. Durch diese implantierbare Technologie konnte insbesondere die Muskelsignalqualität und vor allem die Verlässlichkeit der Prothesensteuerung deutlich verbessert werden. (MedUni Wien, 18.07.2019)

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