Schulmedizin aktuell am 17. April 2019

Welt

Die Darstellung vom “perfekten” Elternsein vor allem in Sozialen Medien entmutigt Eltern auf der ganzen Welt. So haben 55 % das Gefühl, im 1. Jahr mit ihrem Baby zu versagen. Folglich wünschen sich weltweit 7 von 10 Eltern eine realistischere Darstellung des Elternseins sowohl in der Gesellschaft (72 %) als auch in den Sozialen Medien (68 %). (WaterWipes, 17.04.2019)

Europa

Generika- und Biosimilarunternehmen ist es in der EU gesetzlich verboten, Arzneimittel herzustellen, wenn das Präparat des Erstanbieters noch durch Patente oder andere Schutzrechte wie SPC (Supplementary Protection Certificates) geschützt ist. Das führt dazu, dass Entwicklungs- und Produktionskapazitäten systematisch aus Deutschland hinausverlagert werden müssen – mit spürbaren Folgen für den Produktionsstandort. Nach langen und intensiven Auseinandersetzungen zwischen Europaparlament, EU-Kommission und den Mitgliedsstaaten hat das Europaparlament nun eine Weiterentwicklung des Systems “Geistiges Eigentum” beschlossen. Damit müssen ab dem 1. Juli 2022 Unternehmen, die in Deutschland Generika oder Biosimilars verkaufen wollen, diese nicht länger im Ausland produzieren, um sie anschließend nach Deutschland einzuführen. (Pro Generika, 17.04.2019)

Deutschland

Die Aurora Deutschland GmbH startet mit dem Bau einer Produktionsanlage für medizinisches Cannabis. Die Produktionsmenge wird in Deutschland über einen Zeitraum von 4 Jahren mindestens 4.000 kg betragen. Aurora ist laut eigenem Bekunden Marktführer für Medizinal-Cannabis in der EU. (Aurora Deutschland GmbH, 17.04.2019)

Der klassische Frühjahrsputz bringt auch psychologisch wieder neuen Schwung, doch Achtung: In Deutschland sterben pro Jahr fast 10.000 Menschen durch einen häuslichen Unfall. (Deutsche Vermögensberatung AG, 17.04.2019)

Deutschland verabschiedet sich von innovativen neuropsychiatrischen Arzneimitteln: Wenn bei aussichtsreichen, von Patienten und Fachärzten gelobten Medikamenten im AMNOG-Verfahren kein Zusatznutzen festgestellt wird, dann kommen die Neuropsychopharmaka erst gar nicht auf den Markt. Die forschenden Medikamentenhersteller stufen dann den deutschen Markt herab und  verlegen die Arzneimittelforschung ins Ausland. Dabei gibt es über die Bewertung des Zusatznutzens keinen internationalen Konsens. So ein Beispiel ist Vortioxetin, das erste Antidepressivum mit günstigen Wirkungen auf Gedächtnis und Exekutivfunktionen. Die Europäische Arzneimittel-Agentur gab das Medikament zur Behandlung von Depressionen frei, doch Deutschland erkannte “keinen Zusatznutzen”. (Gesent, 17.04.2019)

Hämophilie ist eine seltene, genetisch bedingte Erkrankung, bei der die Blutgerinnung wegen einer fehlenden oder verminderten Aktivität von Faktor VIII (bei Hämophilie A) oder Faktor IX (bei Hämophilie B) herabgesetzt ist. Die Folge ist eine Blutungsneigung, die zu Schmerzen, irreversiblen Gelenkschäden oder lebensbedrohlichen Blutungen führen kann.  In Deutschland gibt es schätzungsweise bis zu 8.000 Betroffene. (Swedish Orphan Biovitrum GmbH, 17.04.2019)

Menschen mit Hämophilie leiden unter einem Mangel an einem bestimmten Eiweiß im Blut. Dadurch gerinnt das Blut nicht richtig und bereits kleinere Verletzungen können zu erheblichen Blutungen führen, teilweise mit gefährlichen Folgen. Noch bis 1950 ging die Diagnose einher mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 16,5 Jahren. Die Krankheit ist erblich übertragbar ist und betrifft vor allem Männer. Etwa einer von 10.000 Menschen war und ist von der Krankheit betroffen. (Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie, 17.04.2019)

Die heutige Standardtherapie bei Hämophilie erfolgt über die regelmäßige Injektion von Gerinnungsfaktoren: Der Faktorspiegel im Blutplasma wird vorübergehend angehoben und der Mangel temporär ausgeglichen. Damit können Patienten ein relativ normales Leben führen. Diese Art von Therapie gibt es seit den 60er Jahren. Zunächst wurden die Gerinnungsfaktoren ausschließlich aus menschlichem Blutplasma gewonnen, seit Anfang der 90er Jahre werden die Faktoren auch gentechnisch hergestellt als sog. rekombinante Faktorpräparate – um eine Verunreinigung mit Viren zu vermeiden. (Swedish Orphan Biovitrum GmbH, 17.04.2019)

Der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim schloss 2018 mit einem Umsatz von 17,5 Mrd. € ab. Das ist ein Plus von 4 % gegenüber 2017.  Man wolle einen signifikanten Beitrag leisten, damit Krebs noch besser behandelbar wird, wurde verlautbart. Außerdem würden u.a. fibrotische, metabolische und immunologische Erkrankungen erforscht. Wie in den vergangenen Jahren war das Atemwegspräparat “Spiriva” mit 2,4 Mrd. € das umsatzstärkste Medikament, gefolgt von der Diabetes Typ 2 Medikamentenfamilie “Jardiance” inklusive “Synjardy” und “Glyxambi” mit 1,8 €, dem Blutgerinnungshemmer “Pradaxa” mit 1,5 Mrd. € sowie “Ofev” zur Behandlung der idiopathischen Lungenfibrose mit 1,1 Mrd. €. (Boehringer Ingelheim GmbH, 17.04.2019)

Schweiz

Die Hälfte der Schweizer Bürger nimmt keine Pakete für die Nachbarn entgegen. Bei den bis 29-Jährigen sind es sogar 58 %. (Immowelt AG, 17.04.2019)

Liechtenstein

Anlässlich des Jubiläums “300 Jahre Liechtenstein” wird am 26. Mai in Liechtenstein beim Papstdenkmal (Sportplatz Eschen-Mauren) der sog. Liechtenstein-Weg eröffnet. Der Weitwanderweg wird künftig alle 11 Gemeinden des Fürstentums miteinander verbinden. (Fürstentum Liechtenstein, 17.04.2019)

Am 16. April 2019 trafen sich in Liechtenstein 16 Coaches zum gemeinsamen Informationsaustausch und zur Verlängerung ihrer Jugend und Sport Ausbildung. Zu den Aufgaben eines J+S Coach gehören u.a. die Sicherung der Zukunft des Vereins. (Fürstentum Liechtenstein, 17.04.2019)

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