Schulmedizin aktuell am 16. Januar 2019

Europa

Das Vereinigte Königreich könnte am 29. März 2019 die EU ohne ein Abkommen verlassen. Medikamente, die für ganz Europa in Großbritannien zugelassen wurden, dürften damit nicht mehr in Europa vertrieben werden. Gleichzeitig müssen pharmazeutische Unternehmen, die mit Großbritannien Handel betreiben, mit chaotischen Zuständen rechnen: Der Handel fällt auf die WTO-Regeln zurück, inklusive der damit verbundenen Tarife, Zölle und anderer Restriktionen. (BPI, 16.01.2019)

Foto: obs / BPI / Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie / shutterstock / ratlos

Über Großbritannien gelangen derzeit noch viele Roh- und Wirkstoffe auf den europäischen Markt. Darüber hinaus wird fast jedes 4. Arzneimittel für den gesamten EU-Markt in Großbritannien freigegeben und in Verkehr gebracht. Um nun das zu erwartende Chaos abzumildern, müssen die Mitglieder der EU wie auch Großbritannien dann selbst schnellstmöglich nationale Maßnahmen treffen, die zumindest in Teilen einen ungehinderten Warenfluss vom Stichtag an sicherstellen. (B.A.H., 16.01.2019)

Deutschland

Immer mehr Bürger in Deutschland wünschen sich eine Integrative Medizin. Also ein Miteinander von konventioneller Medizin und Verfahren wie Naturheilkunde oder Homöopathie. Aktuell befürworten 58 % der Frauen und 43 % der Männer diese Entwicklung. Demnach braucht Deutschland auch eine Medizinwende. Laut IQVIA stieg der Jahresabsatz mit homöopathischen Arzneien von rund 46 Mio. Packungen (2012) auf 53 Mio. Packungen (2017). (DZVhÄ, 16.11.2019)

Die Deutschen schlafen schlecht, angeblich rund 80 % behaupten das von sich. Leistungs- und Termindruck, Überstunden und Freizeitstress sorgen für Schlafmangel. Und das ist ein Risiko für sich selbst und für andere. Nach weniger als 4 Stunden Nachtruhe ist das Risiko für einen Verkehrsunfall 11,5 Mal höher als nach 7 Stunden Schlaf. Denn Schlafentzug wirkt ähnlich wie Alkohol: Hat ein Mensch z.B. 22 Stunden nicht geschlafen, so beeinträchtigt das sein Reaktionsvermögen so sehr als hätte er 1,0 Promille Alkohol im Blut. (BG ETEM, 16.01.2019)

10 Tipps für ein besseres Erinnerungsvermögen: Handynummer(n) auswendig lernen, Überschriften merken, Dinge mit links machen, Wartezeiten nutzen, das innere Kind in sich wecken, unterwegs zählen, fit futtern, auf Navi verzichten, tanzen und ein Musikinstrument spielen. (QVC Deutschland, 16.01.2019)

Angehende Ärzte sind im Praktischen Jahr keine kostenlosen Stationsgehilfen. Viel zu oft werden PJ-Studierende für bloße Routinetätigkeiten, Botengänge und Dokumentationen herangezogen. (Bundesärztekammer, 16.01.2019)

Schluss mit der Ausnutzung der PJ-Studierenden als billige Hilfskräfte. Die Bedingungen im PJ müssen dringend verbessert werden. (Marburger Bund, 16.01.2019)

Österreich

Laut dem Österreichischen Verband der Impfstoffhersteller sind zur Erhöhung der Durchimpfungsrate in Österreich mehr Daten, Aufklärungskampagnen, eine bessere Bedarfsplanung und einheitliche europäische Produkt- und Verpackungsvorschriften notwendig. (ÖVIH, 16.01.2019)

Pressekonferenz des ÖVIH u.a. mit der Präsidentin Renee Gallo-Daniel (re.). (Foto: Österr. Verband der Impfstoffhersteller / APA-Fotoservice / Hörmandinger

Neue Forschungsergebnisse, innovative Medikamente und neue Behandlungsoptionen mit bewährten Therapien zu kombinieren, haben bei vielen Tumorentitäten dafür gesorgt, dass sich die Überlebens- und die Heilungschancen der betroffenen Patienten enorm erhöhen. Auch können die Diagnosen früher und schneller gestellt werden, so dass immer mehr Krebsarten zu chronischen Krankheiten und damit gut therapierbar werden. Dennoch löst die Diagnose “Krebs” bei den Betroffenen und ihren Angehörigen in der Regel einen Schock und große Angstgefühle aus. (Hennrich.PR, 16.01.2019)

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