Schulmedizin aktuell am 12. Januar 2019

Deutschland

Das im Entwurf des TSVG vorgesehene Modell der “gestuften und gesteuerten Versorgung” in der Psychotherapie sieht vor, dass besonders qualifizierte Ärzte und psychologische Psychotherapeuten in Deutschland in Voruntersuchungen festlegen, welche Hilfe- oder Therapie die Betroffenen erhalten. Damit beschränkt der Gesetzgeber nicht nur die Wahlfreiheit der Patienten, sondern diskriminiert die betroffenen Patienten. Bundesärztekammer-Präsident Montgomery forderte die Streichung des entsprechenden Passus im TSVG. Denn die meisten psychischen Erkrankungen seien gut behandelbar – aber sie müssten eben auch behandelt werden. Andernfalls drohen Chronifizierungen und schwere Verläufe. Deshalb sollten Politik und Kostenträger den Ausbau der sprechenden Medizin durch Haus- und Fachärzte nicht nur fordern, sondern auch fördern. (Bundesärztekammer, 12.01.2019)

Österreich

Der Ministeriumsbericht über Cannabis in der Medizin erfüllt den Auftrag des österreichischen Parlamentes nicht. Das würde sich kein Studierender trauen, als Seminararbeit abzugeben: Es fehlt an Objektivität, denn Fakten werden sehr einseitig gewichtet bzw. erst gar nicht aufgeführt. Überdies fehlen vernünftige Quellenangaben und Verweise ! Der internationale Vergleich reduziert sich auf einige Worte zu Deutschland. … Die Liberalisierung von Cannabis in der Medizin ist dennoch ready to go: Was hierzulande fehlt ist leider ein Gesundheitsministerium, das im Sinne der Gesundheit für die Bevölkerung handelt und nicht im Sinne rechter Ideologie und Angst.  (Jetzt, 12.01.2018)

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