Schulmedizin aktuell am 11. Oktober 2019

Europa

Die von Amgen im Jahr 2018 initiierte europaweite Kampagne #ProtectUrLife zielt darauf ab, die Prävention und Versorgung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Osteoporose zu verbessern. Diese 2 Krankheiten sind nach wie vor häufig unterdiagnostiziert und werden oft auch nicht ausreichend behandelt. Die angebotenen Screenings helfen, das individuelle Risiko von Herzinfarkt und Schlaganfall basierend auf dem Risikofaktor Cholesterin sowie das Risiko von Osteoporose mittels einem Risikoscore (WHO Fracture Risk Assessment Tool FRAX) zu bestimmen. Die auch in 2019 wieder von der EIT Health mitfinanzierte Initiative findet an 5 europäischen Standorten statt. (Amgen Switzerland AG, 11.10.2019)

Deutschland

Fast die Hälfte der deutschen Konsumenten befürchtet, dass Nahrungsmittel immer stärker mit Schadstoffen belastet sind. Besonders groß ist die Angst unter den Frauen. Zudem steige diese Angst mit dem Alter an. (R+V Infocenter, 11.10.2019)

Der Berufsverband der Deutschen Chirurgen spricht sich gegen die eigenständige Durchführung von invasiven Maßnahmen durch Notfallsanitäter aus. Eine Substitution ärztlicher Leistung gerade in Notfallsituationen wird von unserem Berufsverband abgelehnt. Ärztlich tätig sein kann und darf nur der Arzt oder die Ärztin. (Berufsverband der Deutschen Chirurgen, 11.10.2019)

2016 waren schon 65 % der deutschen Rheuma-Patienten erwerbstätig. 1997 waren es noch 42 % gewesen. Die Pharmaforschung hat vielen Menschen mit rheumatischer geholfen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Alle diesbezüglichen Medikamente greifen gezielt in das bei dieser Krankheit überaktive Immunsystem ein, aber an unterschiedlichen Stellen, und fast alle sind  Biopharmazeutika. Sie enthalten also gentechnisch hergestellte Wirkstoffe, doch sind inzwischen auch neue synthetische Mittel entwickelt worden. Viele der Medikamente müssen gespritzt oder infundiert werden, doch konnten es die Hersteller ermöglichen, dass sich die Patienten viele Mittel auch selbst applizieren können. (Verband forschender Pharma-Unternehmen, 11.10.2019)

Bild: Verband forschender Pharma-Unternehmen

Heiße Maronen gibt es zur kalten Jahreszeit vielerorts in den Städten zu kaufen. Sie sind aber auch eine Delikatesse, in deren weichem Kern sehr viel Gesundes steckt: Magnesium und Kalium, dazu die Vitamine C, B1, B2 und B6, außerdem Karotin und auch der Ballaststoffgehalt ist hoch. Isst man 100 g Maronen, so erreicht man damit schon fast 33 % der täglich nötigen Ballaststoffmenge von mindestens 30 g. (Apotheken Umschau, 11.10.2019)

Österreich

Rund 2 Mio. Österreicher klagen über rheumatische Beschwerden, rund 400.000 davon leiden an rheumatoider Arthritis, Arthrose oder Morbus Bechterew. Der Alltag von Rheumapatienten ist von chronischen Schmerzen (75 %) geprägt, Mobilitätseinbußen (50 %) sowie Einschränkungen bei täglichen Aktivitäten (50 %) wie dem Aufstehen, Essen/Trinken, Gehen uvm.. Daher leiden auch 30 % der Betroffenen an starken Depressionen, 60 % an depressiven Verstimmungen. Folglich wird für Psychologen die Psychorheumatologie ein immer wichtigerer Arbeitsschwerpunkt. (Berufsverband Österreichischer Psychologinnen und Psychologen, 11.10.2019)

Dank anhaltender, klinischer F & E konnten in Österreich in den letzten 10 Jahren 341 Arzneimittel mit einem neuen Wirkstoff zugelassen werden. Und dafür zeichnet eines oder auch mehrere der 27 FOPI-Mitgliedsbetriebe verantwortlich. Das unterstreicht eindrucksvoll die Innovationskraft der forschenden Pharmaindustrie. Bemerkenswert ist dabei, dass der Anteil der Arzneimittelausgaben an den gesamten Ausgaben der Krankenversicherung in den letzten 10 Jahren sogar leicht gesunken ist – konkret von 20,1 % auf 18,9 %. (Forum der forschenden pharmazeutischen Industrie (FOPI), 11.10.2019)

10 Jahre FOPI. (Foto: Forum der forschenden pharmazeutischen Industrie in Österreich / APA-Fotoservice / Hörmandinger)

Die pharmazeutische Industrie stellt in Österreich etwa 18.000 direkte Arbeitsplätze zur Verfügung, indirekt sogar 64.000. Der Wertschöpfungsanteil der pharmazeutischen Industrie beträgt insgesamt 9,6 Mrd. € und macht damit 2,8 % des Bruttoinlandsprodukts aus. Doch Investitionen pharmazeutischer Unternehmen in den Ausbau ihrer Standorte in Österreich sind keine Selbstverständlichkeit. (Pharmig, 11.10.2019)

Schweiz

Ein weiteres Ziel von #ProtectUrLife ist es, Akteure des Gesundheitswesens und der Gesundheitspolitik einzubinden, um das Bewusstsein für die Erkennung und Vorsorge von Krankheiten nachhaltig zu steigern. Muskuloskelettale Erkranken und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind für 30% der Gesamtkosten im Schweizer Gesundheitssystem verantwortlich. Die Osteoporose samt Folgen kostet das Schweizer Gesundheitswesen jährlich rund 2 Mrd. CHF, verursacht durch Spitaltage, Operationen, Rehabilitation und Immobilität. In der Schweiz erleiden mittlerweile 50 % der Frauen und 20 % der Männer über 50 Jahre eine durch Osteoporose bedingte Fraktur. (Amgen Switzerland AG, 11.10.2019)

Infografik: Amgen Switzerland AG

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