Schulmedizin aktuell am 11. Dezember 2019

Welt

Der 1. Weltbericht der WHO zur Augengesundheit und der Essilor-Bericht zur Überwindung schlechten Sehens unterstreichen die Notwendigkeit, die Augengesundheit zu einem Teil der Agenda für das weltweite Gesundheitswesen zu machen. Demnach bedürfen mindestens 2,2 Mrd. Menschen der Korrektur einer Sehschwäche, die ihnen derzeit verwehrt ist. (Vision Impact Institute, 11.12.2019)

Deutschland

Fisch und Meeresfrüchte sind nicht nur in Deutschland gefragte Lebensmittel. Deren Pro-Kopf-Verbrauch betrug 2018 geschätzt 14,4 kg. Am beliebtesten waren Alaska-Seelachs, gefolgt von Lachs und erstmals Thunfisch, der den Hering auf Platz 4 verwiesen hat. Den 5. Platz belegen Garnelen. (Messe Berlin GmbH, 11.12.2019)

Foto: Messe Berlin GmbH

Die Kassenärztlichen Vereinigungen bauen 2020 die Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes 116117 zu einem umfassenden Patientenservice aus. Die Nummer ist dann täglich 24 Stunden erreichbar und vermittelt auch Arzttermine. Zudem bietet der neue Patientenservice unter 116117 zukünftig auch rund um die Uhr Hilfe bei akuten Beschwerden an. (kbv Kassenärztliche Bundesvereinigung, 11.12.2019)

Infografik: kbv Kassenärztliche Bundesvereinigung

Zunehmende Arbeitsverdichtung sowie schlechte Führungskultur sind die zentralen Ursachen für psychische Belastungen und Erkrankungen in Unternehmen. Doch nur wenige Mittelständler betrachten diese Faktoren auch im Rahmen eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM). Dieses dominieren neben dem Arbeitsschutz vor allem Bewegungsangebote. … Im deutschen Mittelstand fehlt eine strategische Ausrichtung des BGM. Nur 26 % der Unternehmen verfolgen ein übergreifendes BGM-Konzept. (Fürstenberg Institut, 11.12.2019)

Körperbehaarung ist out:  Enthaarung wird allgemein mit einem gepflegten Erscheinungsbild assoziiert und liegt auch weiterhin voll im Trend – sowohl bei Frauen als auch bei Männern, von denen sich immer mehr für eine glatte Brust oder haarfreie Achseln entscheiden. Immer mehr Kunden fragen daher nach einer dauerhaften Haarentfernung. Zu den neusten Methoden zählen dabei der Hyperpulse und die SHR Technologie. (Senzera GmbH, 11.12.2019)

Smartphones, Tablets und Spielekonsolen ziehen Kinder in ihren Bann. Doch das hat dramatische Folgen für die Gesundheit, insbesondere der 10- bis 13-Jährigen. Dazu zählen Übergewicht und Lernschwierigkeiten. Ein Drittel der Kinderärzte diagnostiziert auch schon bei den unter Dreijährigen Defizite in der motorischen Entwicklung, weil auch diese Altersgruppe schon Smartphones und Tablets in die Hände bekommt. Kinderärzte führen gleich eine ganze Reihe von Krankheitssymptomen auf übermäßigen Medienkonsum zurück. (pronova BKK, 11.12.2019)

Österreich

Wenn die sog. E-Card in einer österreichischen Apotheke verwendet wird, dann können auch rezeptfreie Medikamente oder Rezepte von Wahlärzten in die E-Medikation eingetragen werden. Zudem kann auch die gesamte E‑Medikationsliste für eine Wechselwirkungsprüfung oder Beratung abgerufen werden. Die nunmehr flächendeckende E-Medikation optimiert in den Apotheken die pharmazeutische Beratung von Kunden etwa in Bezug auf Arzneimittel-Wechselwirkungen und Polymedikation. Aktuell verwenden bereits 6.301 Ärzte und 1.357 Apotheken diese Funktion der elektronischen Gesundheitsakte ELGA. (Hauptverband der österr. Sozialversicherungsträger, 11.12.2019)

Die Proponenten bei der Präsentation der in Österreich nunmehr flächendeckenden E-Medikation. (Foto: Hauptverband d. ö. Sozialversicherungsträger / APA-Fotoservice / Reither)

Über die von der Wirtschaft in Österreich forcierte Verschärfung bei Krankenständen zeigt sich nach der Gewerkschaft nun auch die Österreichische Ärztekammer höchst alarmiert, zumal die Beibehaltung des Arztgeheimnisses eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche ärztliche Behandlung ist. So ist zu befürchten, dass Patienten ihre Beschwerden künftig verheimlichen oder zu spät zum Arzt gehen. (Österreichische Ärztekammer, 11.12.2019)

Über die eigene Sexualität und Reproduktion selbst zu bestimmen, ist ein Menschenrecht. Die Rahmenbedingungen dafür schafft die Politik. So werden etwa derzeit in den meisten öffentlichen Krankenanstalten Österreichs keine oder zu teure Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt. Zudem sollte der medikamentöse Schwangerschaftsabbruch durch Fachärzte und Allgemeinmediziner erlaubt werden. (Netzwerk der österreichischen Frauengesundheitszentren, 11.12.2019)

Derzeit kennt man 97 verschiedene Pneumokokken-Serotypen, wovon 40 2018 in Österreich nachgewiesen wurden. Pneumokokken können außer Lungenentzündungen auch schmerzhafte Mittelohr- und Nasennebenhöhlenentzündungen auslösen. (Österreichischer Verband der Impfstoffhersteller, 11.12.2019)

Die Österreichische Ärztekammer fordert einmal mehr effektive Sicherheitskonzepte, um die Gewalt in den Spitälern einzudämmen. Glücklicherweise sind so dramatische Vorfälle wie im Ausland mit Todesfolge in Österreichs Spitälern noch nicht vorgekommen. (Österreichische Ärztekammer, 11.12.2019)

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