Schulmedizin aktuell am 10. September 2019

Welt

Laut WHO ließen sich etwa 40 % aller Krebsneuerkrankungen allein durch konsequentes Umsetzen aller evidenzbasierten Maßnahmen der Primärprävention vermeiden ließen. Dazu zählen Nichtrauchen, viel Bewegung, eine ausgewogene Ernährung und ein geringer Alkoholkonsum. Hinzu kommen die Möglichkeiten der Sekundärprävention, also einer Krebsfrüherkennung. Diese würde Krebstumore in einem noch heilbaren Stadium entdecken. (Deutsche Krebshilfe, 10.09.2019)

Schlaganfall ist weltweit die zweithäufigste Todesursache. (Preventicus GmbH, 10.09.2019)

Grünenthal, ein weltweit führendes Unternehmen auf dem Gebiet der Schmerzbehandlung, und Mesoblast Limited, ein weltweit führender Anbieter allogener Zelltherapien für Entzündungserkrankungen, geben weltweit bekannt, dass sie eine strategische Partnerschaft zur Entwicklung und Vermarktung von MPC-06-ID eingegangen sind. Dabei handelt es sich um einen allogenen Zelltherapiekandidaten in der Phase III zur Behandlung von chronischen Rückenschmerzen wegen degenerativen Bandscheibenerkrankungen. MPC-06-ID wird für Patienten entwickelt, bei den konservative Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft wurden. Im Rahmen der Partnerschaft erhält Grünenthal die exklusiven Vermarktungsrechte an MPC-06-ID für Europa und Lateinamerika. (Grünenthal Group, 10.09.2019)

Deutschland

50 % der Menschen in Deutschland sind mit ihrem Wissen über Gesundheit zufrieden und 49 % fühlen sich aktuell gesund. Von den übrigen 50 % können 41 % nicht selbst einschätzen, ob sie wirklich krank sind, wenn ihnen etwas weh tut oder sie sich unwohl fühlen. Und 18 % fahren gleich in ein Spital, wenn sie beim Facharzt keinen raschen Termin bekommen. In Gesundheitsfragen halten die Deutschen Hausärzte (73 %), Fachärzte (72 %) und Apotheken (61 %) am kompetentesten, nur 13 % vertrauen Informationen aus dem Internet. (Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, 10.09.2019)

Infografik: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH

Dem Krebs “davonlaufen” ! Regelmäßige körperliche Aktivität ist gesund, hält das Körpergewicht in Schach und senkt das Krebsrisiko. Eine Stellschraube, die jeder selbst beeinflussen kann und durch die sich viele Krebsfälle vermeiden ließen. Die Deutsche Krebshilfe und das Deutsche Krebsforschungszentrum, DKFZ, starten daher in der von ihnen ausgerufenen “Nationalen Krebspräventionswoche” eine Beratungsoffensive. (Deutsche Krebshilfe, 10.09.2019)

Bild: Deutsche Krebshilfe

Krebs gehört nach wie vor zu den großen Herausforderungen unserer Zeit. Jährlich erkranken allein in Deutschland etwa 500.000 Menschen neu daran. Krebs entsteht, wenn sich im Laufe des Lebens zufällige Fehler im Erbgut einer Zelle anhäufen und diese Zelle vom Körper nicht vernichtet wird, sondern beginnt, sich unkontrolliert zu vermehren. Bei etwa 40 % aller Neuerkrankungen wird dieser Vorgang durch beeinflussbare Faktoren mit verursacht. Dazu zählen u.a. Bewegungsmangel, langes Sitzen, eine unausgewogene Ernährung sowie starkes Übergewicht. Auch wenn ein gesundheitsbewussterer Lebensstil und das Meiden von Krebsrisikofaktoren keine Garantie darstellen, so könnte prinzipiell jedoch bis zu 200.000 Menschen in Deutschland jedes Jahr die Diagnose Krebs erspart bleiben. (Deutsche Krebshilfe, 10.09.2019)

In Deutschland erleiden 270.000 Menschen pro Jahr einen Schlaganfall. Davon sind 75 % älter als 65 Jahre. Zu den Hauptrisiken zählen das Vorhofflimmern und unentdeckte Herzrhythmusstörungen. Rund 30 % aller Schlaganfallpatienten leiden an Vorhofflimmern, das rechtzeitig erkannt, allerdings durch Medikamente erheblich reduziert werden kann. (Preventicus GmbH, 10.09.2019)

Plakat mit Sabine Postel. (Bild: Preventicus GmbH)

20 % der Deutschen waren schon bei einem Osteopathen und 4 von 5 Patienten zeigten sich mit dem Ergebnis zufrieden. Osteopathie ist gefragt wie nie zuvor, denn immer mehr Menschen setzen auf die ganzheitliche Medizin. … Osteopathie ist eine ganzheitliche, eigenständige Form der Medizin, die Funktionsstörungen ausschließlich mit den Händen diagnostiziert und therapiert. (Verband der Osteopathen Deutschland, 10.09.2019)

Das DKFZ und die Deutsche Krebshilfe planen ein Nationales Krebspräventionszentrum mit einem Gebäude in Heidelberg. Der Kampf gegen Krebs ist mit besserer Therapie allein nicht zu gewinnen. Wir brauchen auch eine bessere Vorsorge. (Bundesgesundheitsminister Spahn, 10.09.2019)

Viele Diabetiker haben Angst vor Unterzuckerungen. Diese Hypoglykämien stehen häufig im Zusammenhang mit einer Insulintherapie und treten dann auf, wenn die Glukosekonzentration im Blut auf einen zu niedrigen Wert fällt. Sie können die Gesundheit und die Lebensqualität der Betroffenen beeinträchtigen. Hypoglykämien können auch für Familienangehörige von Diabetikern ein großes Problem sein. … Das Thema “Unterzuckerung” findet im Familienalltag wenig Raum. Diabetiker und ihre Angehörigen versuchen in erster Linie zu funktionieren. (Novo Nordisk Pharma GmbH, 10.09.2019)

Österreich

Der Arztberuf muss in Österreich an Attraktivität gewinnen. Angesichts eines drohenden Ärztemangels und des europaweiten Wettbewerbs fordert die ÖÄK eine höhere Durchlässigkeit von öffentlicher spitals- und kassenärztlicher Tätigkeit, weniger Bürokratie, mehr Delegation an andere Gesundheits-, Sozial- oder Administrationsberufe sowie den Schutz der Ärzteschaft und anderer Gesundheitsberufe vor Gewalt. … Damit künftig mehr Leistungen im niedergelassenen Bereich angeboten werden können, benötigt Österreich auch 1.300 neue Kassenstellen für Einzel- und Gruppenordinationen. Zudem ist eine Ausweitung des Leistungsspektrums in der Kassenmedizin notwendig. (Österreichische Ärztekammer, 10.09.2019)

Österreichs Apotheken unterstützen den Vorstoß der ÖAK  und fordern ebenfalls mehr Geld für das Gesundheitswesen. Konkret geht es um die Anhebung auf 12 % des BIP. Ein Anteil, der auch den Nachbarländern Deutschland und Schweiz entsprechen würde. (Österreichische Apothekerkammer, 10.09.2019)

Entscheidend für die Qualität des österreichischen Gesundheitswesens und damit für das Wohl von rund 8,8 Mio. Menschen ist die gute Kooperation zwischen den Gesundheitsberufen. (Österreichische Apothekerkammer, 10.09.2019)

Schon eine geringe Sehschwäche kann dazu führen, dass Entfernungen und Situationen im Sportunterricht falsch eingeschätzt werden. 2018 gab es in Österreichs Schulen 30.765 Sportunfälle. (AUVA, 10.09.2019)

Schreibe einen Kommentar