Schmutz als Impfprinzip

Es klingt geradezu absurd, aber wer im Dreck wühlt, fühlt sich besser. Das wissen schon Kinder. Und die Wissenschaft jetzt auch: Die Universitäten von Bristol und London haben folgende Erklärung: Bestimmte Bodenbakterien (Mycobacterium vaccae) regen nämlich die Ausschüttung des Glückshormones Serotonin an. Und wieder einmal: Bitte lesen Sie nicht nur, sondern … handeln Sie auch!

Wie Sie zu diesen Bakterien kommen? Nun, Sie müssen jetzt nicht gleich zu einem „Schlamm-Catcher“ werden, aber ich erzähle Ihnen schon seit Jahrzehnten, dass ich beim täglichen Laufen immer wieder aus dem Kanal trinke. Also eine üble Schmutzbrühe aufnehme. Dass ich, beim Laufen im Wald, aus Pfützen auf dem Weg trinke. Da gucken dann Alle immer ungläubig …

Aber kapieren Sie, was ich meinem Körper da antue? Ich stärke sein Immunsystem und scheine darum auch ein bisschen mehr und öfter zu lächeln als die meisten meiner Mitmenschen. Im Ausland esse ich Obst ungewaschen. In Ägypten trinke ich aus dem Nil … Mein Darm jedoch bleibt gesund und putzmunter. Das nennt man dann ein kompetentes Immunsystem! Ein kompetentes Immunsystem (siehe News vom 13.11.2015) ist das ganze Geheimnis eines gesunden Körpers, eines gesunden Menschen. Also:

Essen Sie Schmutz! Täglich ein bisschen und daraus wird Glück.

Und weil ich das natürlich nicht zum ersten Mal erzähle, bekomme ich dann Post. So mancher Läufer habe das ebenfalls probiert und „nach dem Pfützentrunk“ massiv Durchfall bekommen! Liebe Freunde: Als Sie beschlossen haben, Marathon zu laufen, haben Sie dann gleich mit 42 km am Stück begonnen ? Also bitte:

Wer sich dieses modernen Impfprinzips der Pfütze bedienen will, der nimmt zuerst nur ein paar Tropfen … !

Quelle: „Der Lauf-Coach“. Erscheint am 09.05.2017.

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