Pharmakometrie kombiniert Biologie und Mathematik

Pharmakometrie kennt man landläufig eher weniger. Aber, so erfährt man dank Pharma fakten, dass Pharmakometriker keine Wirkstoffe entwickeln würden, sondern mathematische Formeln, um die Forschung von Wirkstoffen zu unterstützen und das Forschungsrisiko zu mindern. Das Ziel der Arzneimittelforschung sei nämlich der richtige Wirkstoff für den jeweiligen Patienten in der richtigen Dosis. Und dabei würden computerbasierte Berechnungen eine immer größere Rolle spielen.

Vorhersagen machen

So betreibt etwa der Pharmakonzern AbbVie in Ludwigshafen eine Computerlandschaft aus 1.000 Rechnern um, wie es heißt „die Biologie“ in den Computer zu bringen. Die Pharmakomometrie operiert also an der Schnittstelle zwischen Biologie und Mathematik. Es geht ihr darum, vorhersagen zu können, was ein bestimmter Wirkstoff im Körper macht. Wie lange er seine Wirkung behält und wie sich die Wirkung im Krankheitsverlauf ändert. „Wir können auf Basis unserer Modelle Vorhersagen treffen, die noch nicht beobachtet wurden“, meint man bei AbbVie.

Ein Beispiel sei die neueste Generation von Hepatitis C-Medikamenten. Diese sei so wirksam, dass das Virus bei Patienten schon nach 2 Wochen nicht mehr nachweisbar ist. Das heiße aber nicht, dass der Patient auch tatsächlich schon virusfrei ist. Denn nach den derzeitigen Nachweismethoden könnten sich noch bis zu 1 Mio. Viren im Körper befinden. So habe die Pharmakometrie folgende Fragen zu beantworten: Wie lange muss weiter behandelt werden, bis der Patient definitiv virenfrei ist und damit geheilt? Und in welcher Dosierung? Spielen Geschlecht und Gewicht eine Rolle?

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