Österreichs 1.380 Apotheken beschäftigen zu 90 % Frauen

Anlässlich des Weltfrauentages 2017 machten Österreichs 1.380 Apotheken auf einen besonderen Umstand aufmerksam, denn von ihren rund 16.000 Beschäftigten seien 90 % weiblich. „Und das bis hinauf in die Chefetagen, denn schon jede 2. Apotheke wird auch von einer Frau geführt“, heißt es in einer Aussendung der Apotheker-kammer. Frauen seien auch oft „die Gesundheitsmanagerinnen der gesamten Familie“ und würden sogar „die Therapien mehrerer Generationen“ koordinieren.

In Österreichs Apotheken haben Frauen das Sagen. (Foto: Österreichische Apothekerkammer)

Die Apotheken ihrerseits schätzen, dass mehrheitlich Frauen Frauen beraten, was laut Apothekerkammer eine gute Basis für ein langes Vertrauensverhältnis sei. „Gesundheit war und ist primär ein Frauen-Thema“, weiß Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Apotheker-kammer Oberösterreich. Frauen würden nicht nur besser auf sich selbst schauen, sondern seien auch Multiplikatoren, wenn es um Gesundheitsanliegen geht. „Frauen sind hervorragende Gesundheits-beraterinnen und wegen ihrer hohen sozialen und kommunikativen Fähigkeiten für den Beruf bestens geeignet“, betont auch Andrea Vlasek, Präsidentin der Apothekerkammer Wien.

Ihrer Meinung nach erklärt sich der hohe Anteil an weiblichen Beschäftigten auch durch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. „Viele Frauen passen das Ausmaß ihrer Arbeitsstunden flexibel der Familiensituation an.“ Auch dank moderner Teilzeitregelungen liege die Drop-out-Quote in den Apotheken hierzulande nahe null. So verwundert auch nicht, dass Apothekerinnen eine „Gehaltsschere“ nur vom Hören-Sagen kennen. „Ein Mann zu sein, ist in Österreichs Apotheken kein Gehaltsvorteil“, freut sich etwa Kornelia Seiwald, Präsidentin der Apothekerkammer Salzburg.

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