Neujahrsvorsätze richtig formulieren – 5 Zielarten

Neujahrsvorsätze gibt es viele, jedoch eingehalten werden sie zumeist nicht lange. Das kann auch an ihrer Formulierung liegen, glaubt man Prof. Dr. Georg Adlmaier-Herbst, seines Zeichens auch Academic Head bei karriere tutor. “Denn schon wie wir unsere Ziele formulieren, beeinflusst stark, ob wir sie erreichen und dauerhaft umsetzen”, weiß der Experte und unterscheidet auch zwischen Annäherungszielen, Vermeidungszielen, Ergebniszielen, Verhaltenszielen sowie Mottozielen.

Foto: obs / karriere tutor GMBH

Annäherungsziele beschreiben positiv, was man tun möchte. Vermeidungsziele hingegen würden sogar negativ beschreiben, was man künftig meiden wolle. Also könnte sich Z.B. jemand, der abnehmen möchte, das Annäherungsziel setzen “Ich will gesund und fit sein, um wieder meine Lieblingsjeans tragen zu können. Oder man kann sich das Vermeidungsziel setzen “Ich möchte nicht mehr dick sein”. Für den Experten ist die Erfolgswahrscheinlichkeit der 1. Variante deutlich höher, weil “uns Vermeidungsziele ständig den negativen Ist-Zustand vor Augen führen”. Daher sein Tipp: “Formulieren Sie Ihre Vorsätze stets positiv als Annäherungsziel.”

Ergebnisziele wiederum legen konkret und messbar fest, was man erreichen will. Z.B. 10 Kilo abnehmen. Wie man das erreicht, würde man mittels Verhaltenszielen festlegen. Dazu könnte ein Verhaltensziel sein, “2 Mal pro Woche 1 Stunde Sport zu treiben”. Das geht laut Adlmaier-Herbst noch einfach, sei aber beim Wunsch nach einer besserer Work-Life-Balance oder überhaupt einer gesünderen Lebensweise schon schwieriger. Hierzu böte das Zürcher Ressourcen Modell (ZRM) der Psychologin Maja Storch und des Arztes Frank Krause von der Universität Zürich eine Lösung.

Mottoziele

Die beiden Forscher entwickelten sogenannten Mottoziele, welche die Haltung zur Umsetzung komplexer Ziele beschreiben. Dazu werde, so Adlmaier-Herbst, mit Bildern gearbeitet. Man sucht sich zunächst ein Bild oder Foto, das besonders gute Gefühle auslöst. Danach wird es mit positiven Assoziationen verbunden wie etwa Aufbruch oder Freiheit. Aus beiden zusammen entsteht dann das Mottoziel, dessen nachgewiesene Wirkung Storch so erklärt: “Unsere Studien zeigen, dass durch Mottoziele das Unbewusste angesprochen werden kann, in dem die Motivation sitzt. So kann man sogar zu einer unangenehmen Pflicht positive Einstellungen mit angenehmen Gefühlen entwickeln”.

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