Muskelwachstum dank Glutamin

Ist Thema und Problem viel mehr der Frauen als der Männer. Jedenfalls in meiner ärztlichen Praxis. Verständlich: Männer wie Frauen haben die Bedeutung des Muskels als forever young Organ verstanden und bemühen sich im Fitnessstudio um entsprechende Erfolge.

Bei Männern sieht man normalerweise ziemlich rasch eine Steigerung, hingegen kann es bei Frauen oft dauern. Monate oder gar Jahre ohne erkennbares Muskelwachstum … Dabei wissen doch beide Geschlechter um die Bedeutung von Eiweiß und Training.

Wirklich? Bitte noch einmal nachlesen bei „momentanes Muskelversagen“ News vom 20.05.2016

Beide ahnen um die Bedeutung der 2 anabolen (eiweißaufbauenden), also das Muskelwachstum fördernden Hormone, nämlich Testosteron und Wachstumshormon. Und da ist nun einmal der Mann von Natur aus bevorzugt. Er hat so etwa 10 Mal mehr Testosteron im Körper als die Frau. Sollte er jedenfalls haben.

Was bleibt der Frau? Lesen. Den Ausweg hatte ich Ihnen schon am 09.03.2009 mitgeteilt. Erinnern Sie sich wirklich nicht? Lassen Sie mich also zitieren aus der wohl berühmtesten Zeitschrift für Physiologie (also Wissenschaft) der Welt, aus dem Am J Physiol 1985; 255: E 166:

Der Eiweißaufbau in der Muskulatur als Stoffwechselorgan funktioniert umso besser, je mehr von der Aminosäure Glutamin dort vorhanden ist.

Heißt übersetzt, dass der Muskel umso schneller wächst, je mehr Glutamin man ihm gibt. Dass der Muskel umso besser funktioniert, je mehr Glutamin man ihm gibt. Dass der Muskel, das Stoffwechselorgan, umso mehr Fett verbrennt, je mehr Glutamin man ihm gibt. Und das wird dort präzisiert:

Wenn man also die Glutaminzufuhr in den Muskel vervierfacht, dann vervierfacht sich auch der Eiweißaufbau (von 5 auf 20 % pro Tag). Also: Der Knack-Po kann kommen …

Schreibe einen Kommentar