Medizinwitz des Tages 9. April 2020

Trotz einer sehr guten lokalen Tumorkontrolle ist die derzeit gängige Radiochemotherapie von Kopf-Hals-Tumoren mit häufig schweren Nebenwirkungen behaftet. Das Suizidrisiko ist gerade bei diesen Patienten wegen  der Folgeschäden unter allen Tumoren am höchsten. Der Grund für die hohe Suizidrate von 4 % ist die extrem reduzierte Lebensqualität. Die Strahlentherapie verursacht ausgeprägte Sprach- und Schluckstörungen sowie Mundtrockenheit. Die bei der Kombinationstherapie notwendigen hohen Dosierungen von Cisplatin verursachen Innenohr- und Nierenschädigungen. Wegen der neurologischen Strahlenschäden mit Schluckstörung und Aspirationsgefahr ist nicht selten eine Tracheostomie und perkutane gastrale Ernährungssonde erforderlich. Deren Folge wiederum ist eine irreversible Schädigung der Lebensqualität bei guter lokaler Tumorkontrolle.

Medias Klinikum GmbH am 09.04.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

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