Medizinwitz des Tages 19. September 2019

Mehrere Studien konnten nun zeigen, dass auch bei neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer und auch anderen Demenzformen ein gesunder Lebensstil positive Effekte hat. Das zeigt sich darin, dass die Erkrankung später ausbricht oder in ihrem Verlauf gebremst wird.

MedUni Wien am 19.09.2019

Bei der Entwicklung von Arzneimitteln, die Demenz erfolgreich bekämpfen (krankheitsmodifizierende Therapien), konnten zuletzt keine neuen Erfolge erzielt werden. Etablierte Medikamente lindern nur die Symptome. Da es kein Heilmittel gegen Alzheimer gibt, bekommen modifizierbare Lebensstilfaktoren als Maßnahmen der Vorbeugung und Therapie eine besondere Bedeutung bei dieser Erkrankung.

MedUni Wien am 19.09.2019

Nur rund 10 % der Ärzte nützen bei ihrer täglichen Arbeit die sog. Leitlinien. Davon gibt es aktuell rund 900. Begründet wird dies mit Zeitmangel einerseits und andererseits mit der komplexen Aufbereitung der Dokumente. Folglich werden auch bis zu 25 % der Patienten einer Behandlung unterzogen, die entweder unnötig oder sogar potenziell schädigend ist. Und bis zu 40 % der Patienten bekommen eine Behandlung, die nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruht.

Medbee GmbH am 19.09.2019

Das große Problem bei allen Behandlungen von Alzheimer besteht darin, dass sie zu spät erfolgen. Egal, welches Medikament man nimmt. Wenn die Patienten in die Klinik kommen, ist das Gehirn schon teilweise zerstört – und zwar unwiederbringlich. Darüber hinaus ist die Amyloidkaskade bereits seit langem in Gang gesetzt und läuft schon unabhängig von ihrem Auslöser ab. Man ist schlicht und einfach so 20-30 Jahre zu spät dran. Man bräuchte also einen Test zur Früherkennung, aber den gibt es noch nicht.

Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen am 19.09.2019

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

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