Medizinwitz des Tages 16. Juli 2020

Die langjährig gleichbleibende deletäre Tabakepidemie (samt Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt und Lungenkrebs) fordert in Deutschland jährlich rund  120.000 vorzeitige Todesfälle.

Bundesverband der Pneumologen, Schlaf- und Beatmungsmediziner am 16.07.2020

2020 kommen in Deutschland erstmals auch Arzneimittel mit Packungspreisen jenseits der Millionengrenze auf den Markt. Die weltweit teuersten Medikamente sind derzeit “Zolgensma” zur Behandlung der Spinalen Muskelatrophie mit einem Preis von 1,945 Mio. € pro Packung und “Zynteglo” zur Behandlung einer seltenen Form von Blutarmut mit 1,575 Mio. €.

Wissenschaftliches Institut der AOK am 16.07.2020

Die Kosten der patentgeschützten Arzneimittel haben 2019 in Deutschland mit 21 Mrd. € erneut einen Höchststand erreicht. Damit kosten diese Medikamente fast die Hälfte der GKV-Arzneimittelkosten in Höhe von 44 Mrd. € auf diese Arzneimittel, die allerdings nur 6,5 % der Versorgung abdecken.

Wissenschaftliches Institut der AOK am 16.07.2020

Die Entwicklung hin zu immer teureren Patentarzneimitteln, mit denen aber immer weniger Patienten versorgt werden, ist besorgniserregend und geht auch mit konstant hohen Gewinnmargen der international operierenden Pharmakonzerne einher: Die Gewinnmargen der umsatzstärksten Pharmafirmen erreichten 2019 weltweit im Schnitt 24,7 %.

Wissenschaftliches Institut der AOK am 16.07.2020

2019 beliefen sich die gesamten Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland auf knapp 250 Mrd. €.

Wissenschaftliches Institut der AOK am 16.07.2020

Die 3 umsatzstärksten Arzneimittel 2019 in Deutschland waren die Blutverdünner “Eliquis” (840 Mio) von Bristol-Myers Squibb,  “Xarelto” (761 Mio. €) von Bayer Vital und das Anti-Rheumatikum “Humira” (697 Mio. €) von AbbVie Deutschland.

Wissenschaftliches Institut der AOK am 16.07.2020

Es ist zu kurz gesprungen, neue Arzneimittel als reine Kostenverursacher zu sehen.

Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie am 16.07.2020

Die Sozialversicherung der Selbständigen in Österreich unterstützt den vorgeschlagenen Weg der Ärztekammer und appelliert an die Bundesländer, die Sozialversicherungsdaten mit den Spitalsdaten zu verbinden, um so die Suche nach einem wirksamen Covid-19-Arzneimittel zu unterstützen.

Sozialversicherung der Selbständigen am 16.07.2020

ANMERKUNG: Für einen Medizinwitz des Tages müssen die genannten Fakten nicht unbedingt falsch sein. Es reicht schon, wenn aus Sicht der Frohmedizin die Richtung oder Konsequenz “absurd” ist …

Schreibe einen Kommentar