Medikamente gegen das Älterwerden

Gibt es. Wir wollen die Pharmaindustrie nicht unterschätzen. Dort sitzen wirklich kluge Menschen. Die das gleiche lesen wie wir, die ganz ähnlich denken. Allerdings Zielvorgaben haben. Die müssen (müssen !) Medikamente entwickeln. Mit denen sich Geld verdienen lässt. Und Geld lässt sich verdienen mit der Angst vor dem Älterwerden ! Einverstanden. Dann mal los:

Für die Industrie ist das Alter eine Krankheit. Denn nur wenn Alter eine Krankheit ist, dann ist es auch ein Geschäft.

Also werden Mittel getestet. Da gibt es ein Medikament, das für ganz andere Zwecke entwickelt wurde: Gegen Nierentumore oder zur Dämpfung des Immunsystems nach Organtransplantationen. Beruht auf dem Wirkstoff Rapamycin, senkt den Insulinspiegel, erhöht die Insulin-Sensitivität, regt den Stoffwechsel an, hemmt vermutlich auch den mTOR Komplex. Das sind die Enzyme, die auf kurzfristiges Fasten reagieren.

Nächster Wirkstoff: Metformin. Er wird schon seit 60 Jahren eingesetzt, für Diabetiker, denn er unterdrückt die Glukoseproduktion in der Leber und erhöht die Insulin-Sensibilität. Einige Daten deuten darauf hin, dass er die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und den mentalen Abbau bei Patienten mit Diabetes verlangsamt. Jetzt soll das Medikament für Anti-Aging Zwecke am Menschen getestet werden.

Im Sommer 2015 trafen sich Wissenschaftler des Albert Einstein College of Medicine in New York mit dem FDA, der US-Behörde für Lebens- und Arzneimittel. Die Wissenschaftler wollten die FDA-Mitarbeiter überzeugen, dass Altern als eine Funktionsstörung angesehen wird. Das würde die Beschaffung von Forschungsgeldern einfacher machen!

Macht mich sehr nachdenklich. Warum brauchen wir Medikamente, die die Glukoseproduktion in der Leber unterdrücken und die Insulin-Sensibilität erhöhen. Wir könnten doch einfach aufhören, Kohlenhydrate zu essen ?

Ach so. Das kostet ja nichts … !

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