Medikamente: EU-Kommission will Verbesserung der Beipackzettel

Die EU-Kommission hat in einem Bericht an das EU-Parlament eine Verbesserung der gegenwärtigen Form der Beipackzettel (Beipacktexte) bei Medikamenten angeregt. Primär gehe es ihr um eine bessere Verständlichkeit, Lesbarkeit usw. – also eine für Patienten insgesamt praktikablere Lösung. Nicht kritisiert wurden die bisherigen Inhalte der Beipacktexte. Die Empfehlungen sollten vom EU-Parlament, so heißt es in dem Bericht, nicht als neues Gesetz beschlossen werden, sondern „zunächst durch Verbesserung der bestehen Leitlinien, Templates und anderer Maßnahmen“.

Nutzung elektronischer Medien

In den bislang verwendeten Beipackzetteln sei „die Sprache oft zu kompliziert und das Layout nicht immer benutzerfreundlich“, so die EU-Kommission. Sie betont, dass eigentlich schon jetzt die Beilagen „gut lesbar, klar und verständlich“ sein müssten. So wurden als Hauptprobleme auch „eine kleine Schriftgröße, enge Zeilenabstände sowie die Länge der Packungsbeilage“ ausgemacht. Weiters sollten verbesserte Leitlinien mehr Flexibilität in der Anpassung der Beilagen „an die Besonderheiten der jeweiligen Erzeugnisse“ zulassen. Auch sollte eine Übersetzung „nutzergetesteter Packungsbeilagen“ in andere Sprachen leichter möglich sein.

Es werde als wichtig angesehen, betont die EU-Kommission, dabei die bewährte „Laienfreundlichkeit“ beizubehalten. Kurz und gut: Die EU-Kommission will eine Überarbeitung der Leitlinien für Lesbarkeit, Angaben auf der Verpackung sowie einen neuen Leitfaden für Übersetzungen. Und gerade beim Thema „Lesbarkeit“ sollten „die Verwendung strukturierter Nutzen-Risiko-Ansätze und bildliche Darstellungen berücksichtigt werden“. Darüber hinaus wird empfohlen, die Nutzung elektronischer Medien für die Bereitstellung der Packungsbeilagen „für die Zukunft zu erkunden“ – Stichwort QR-Codes.

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