Manische “Faktenhuberei”

So darf man die moderne Universitätsmedizin, wie sie heute so praktiziert wird, nennen. Manische Faktenhuberei rund um das Thema Gesundheit. Darf ich’s erläutern?

Merke: Wenn du etwas Wichtiges erreichen willst, ziele bitte nicht ins Schwarze, ziele daneben und es fällt dir in den Schoß.

Wenn Sie also keinen Gallenstein möchten, dann essen Sie bitte genetisch korrekt. Wenn Sie keinen Herzinfarkt möchten, dann brauchen Sie weder Stent noch Bypass-Operation, sondern nur Marathon zu laufen. Also immer nur daneben zu zielen und der Wunsch erfüllt sich ganz von selbst. Wenn Sie nicht in Demenz erstarren wollen, dann nützt es nichts, sein Gedächtnis zu trainieren und ununterbrochen zu lernen, sondern … daneben zu zielen: Iss no carb, beweg dich, hab Spaß und du hast dein Ziel bereits erreicht!
Sehen Sie: Das wäre Medizin, Frohmedizin! Wäre, denn wie wird (Droh-)Medizin tatsächlich praktiziert?

„Die moderne Universitätsmedizin hat sich darauf spezialisiert, mitten ins Schwarze zu zielen: Mit Pränataldiagnostik und künstlicher Befruchtung wird das Wunschkind ermöglicht, es werden Organe ausgetauscht, Jungbrunnenhormone gespritzt und die Verarbeitung von Zucker, Eiweiß und Fett medikamentös beschleunigt, verlangsamt oder gestoppt. Und wer nicht schlafen kann, kriegt ein weißes Kügelchen …“

Prof. Cornelius Borck, Direktor des Institutes für Medizingeschichte und Wissenschaftsforschung der Universität zu Lübeck, ein Experte für Medizinphilosophie, ist erschüttert, „wie radikal Medizin heute in die biologischen Grundtatsachen des menschlichen Lebens und damit in die Gesellschaft insgesamt eingreift“. Mit einem höchst bedenklichen Fokus: Es geht nicht um umfassende, „frohmedizinische“ und individuelle Betreuung des Menschen, in dessen Zentrum der schlichte Rat steht: „Laufen Sie, meditieren Sie, essen Sie, was Ihnen gut tut. Kurz: Leben Sie genetisch korrekt!“

Sondern der Fokus richtet sich immer genau auf „das Schwarze“: Der Schaden soll einfach nur weg, durch eine Operation, ein Mittelchen uvm. „Dieser Fokus führt direkt in eine fast manische Faktenhuberei rund um das Thema Gesundheit.“ Ausweg? EPIGENETIK, also angewandte Frohmedizin! Einbeziehen des Patienten in den Heilungsprozess: Ein für die Universitätsmedizin ungeheurer Gedanke, der eigenverantwortliche Patient! Der hat gefälligst im Bett zu liegen und wird eben „be-handelt“. Nennt man Passiv …

Dumm nur, dass Heilung absolut nur aus der Epigenetik kommen kann und nicht aus der Pharmamedizin. Dass also jeder Arzt auf die Mitwirkung des Patienten – sogar unbedingt – angewiesen ist. Also, umdenken!

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