Lungensarkoidose

Ist Schlimm. Eine Autoimmunerkrankung. Zunehmende Verknotung und Vernarbung des so hoch empfindlichen Lungengewebes. Die Lunge wird starr, dem Körper fehlt die nötige Luft, der Sauerstoff. Und jetzt? Hinsetzen und weinen? Bis zum verfrühten Tod leiden und jammern? Sie ahnen, dass ich wieder ein Geschichtlein parat habe (Quelle: kommaeinsneunfünf, Nr. 8/2017, S. 29).

Die Geschichte von Friedemann Hinsche, der mit 34 diese Diagnose bekam. Und natürlich fix und fertig war. Damals nur noch 80 % Lungenkapazität. Ständig müde, hätte sich „nur so durch den Tag geschleppt“. Es folgte Drohmedizin: „Trotz zahlreicher Arztbesuche konnten die Ärzte nicht herausfinden, was die Beschwerden erklärt hätte“. Bis ein großer Lymphknoten wuchs, operiert wurde, die Diagnose gestellt wurde. Und dann? Wieder Drohmedizin: Cortison. 8 Jahre Cortison-Therapie!

Der Erfolg? KEINER. Patient wörtlich: „Eine Verbesserung des Zustands stellte sich nicht ein“. Im Gegenteil: Typische Nebenwirkung (Gewichtszunahme). Soweit der ganz normale Ablauf, hunderttausendfach in Deutschland.

Doch eines Tages fiel Herrn Hinsche ein Buch in die Hände: FOREVER YOUNG. Das sollte sein Leben auf den Kopf stellen:

„Ich wollte raus aus der Opferrolle und mit Verantwortung mein Leben ändern. Bewegung, Ernährung und Denken sind die 3 Schlagworte, die mein Leben seither prägen“.

Und er begann mit dem Laufen. Natürlich frühmorgens im Dunkeln, damit niemand sieht, wie er „die Donau entlang schleicht“, wurde aber besser. Fühlte sich fitter. Setzte Cortison-Tabletten ab. Das fanden die Ärzte nicht gut. Ach, Kinder. Ich reg’ mich nimmer auf!

Dabei geholfen hat ihm eine News (04.02.2010). Die Erzählung eines Patienten aus der USA, der ebenfalls an Sarkoidose erkrankt war und sein Leiden durch das Laufen in den Griff bekam. Und dann ging´s nach dem Laufen weiter mit der Ernährung: Weitgehend Verzicht auf Kohlenhydrate, Bluttuning mit NEMs. Außerdem „Selbstmotivation und positives Denken“. Geholfen hätten ihm da die täglichen News auf strunz.com.

Kurz und gut: Heute ist Patient Hinsche ein Ultra-Läufer. Die Lungenkapazität hätte sich auf 100 % gebessert (gesunde Läufer haben 130%) und er „renne die Berge jetzt gerne und so schnell wie möglich rauf“.

„Im März 2017 wird Herr Hinsche 50 Jahre alt. Fast 16 Jahre nach der erschreckenden Diagnose fühlt er sich nach eigener Aussage „besser als mit 20, voller Energie und ohne Angst vor dem Alter“. Rückblickend auf den Moment der Diagnose im Jahr 2001 sieht er seine Krankheit heute als das Beste, was ihm passieren konnte.

„Sie war eine Initial-Zündung, mein Leben zu ändern, um gesund zu werden !“

So kann man es auch sehen. Und genau so sollte man es auch sehen. Jeder von Ihnen. Zurückschauen bringt nichts. Bauen Sie sich einen dreifachen Zaun im Kopf (wie Obama), lassen Sie die Vergangenheit hinter sich und bemühen Sie (!!!) sich um die Zukunft! Z.B. um eine bessere 100-km-Zeit, wie es Herr Hinsche derzeit tut. Da hat er genug zu tun. Da hat er keine Zeit mehr zum Grübeln. Der muss nämlich trainieren. Jetzt.

JETZT! Verstehen Sie mich eigentlich?

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