Lebensmittel: Mindesthaltbarkeitsdatum aus Profitgier zu kurz ?

Auf österreichischen Lebensmitteln sind laut Greenpeace „viele Angaben der Mindesthaltbarkeit offensichtlich völlig unrealistisch“. Das fand die Umwelt- und Konsumentenschutzorganisation nach einem Langzeittest heraus. „Drei von 8 getesteten Produkten – nämlich Joghurt, Soja-Joghurt und Tofu – sind sogar 12 Wochen nach Überschreitung des Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD) noch einwandfrei“, kommentiert Hanna Simons von Greenpeace das überraschende Ergebnis. Und auch die getesteten Eier hielten immerhin 10 Wochen länger.

Von Greenpeace getesteter “Warenkorb” … (Foto: Greenpeace / M. Kobal)

„Hier nimmt man ganz klar einen Schaden für die Umwelt und für die Konsumenten in Kauf“, so die Sprecherin wörtlich. Und obwohl die Hersteller für jedes Produkt Lagerungstests durchführen, würden sie sich dann aber „offensichtlich“ nicht an die Resultate halten. Als Gründe vermutet Simons das Ankurbeln des Absatzes sowie die Vermeidung von Haftungsfragen. „Damit wird die Verantwortung für jährlich 280.000 Tonnen an Lebensmittelabfällen – auch infolge des zu kurzen MHD – ungeniert auf die Konsumenten abgewälzt.“

Greenpeace fordert daher von der Politik, den „Wegwerf-Wahnsinn“ stoppen „Derzeit kann das MHD -außer bei Eiern und Milch – eigentlich frei erfunden werden“, ärgert sich die Konsumentenschützerin. Die Greenpeace-Studie habe klar gezeigt, dass es keinerlei Aussagekraft über Frische und Genießbarkeit von Produkten hat!

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