Klinikärzte mit Spitälern unzufrieden – Hohe Kosten, keine Strategie

Obwohl in Zukunft die Aufgabe für die Gesundheitspolitik europaweit darin bestehen wird, die steigenden Kosten in den Griff zu bekommen, machen Kostenkontrollen die Spitalsärzte unzufrieden. Das wurde durch eine 4-Länder-Studie von Bain & Company bekannt. Diese würden von vielen Ärzten, so Michael Kunst, Leiter der Praxisgruppe Healthcare EMEA, als gar nicht notwendig erachtet. Zudem halten 66 % der Spitalsärzte ihr Krankenhaus nicht für zukünftige medizinische Herausforderungen gerüstet und würden es daher sogar ungern weiterempfehlen – auch als Arbeitgeber!

Klinikärzte in Europa wenig begeistert vom eigenen Spital. (Infografik: obs / /Bain & Company Germany)
Klinikärzte in Europa wenig begeistert vom eigenen Spital. (Infografik: obs / /Bain & Company Germany)

Der Net Promotor Score (NPS) von Bain misst generell die Kunden- und Mitarbeiterloyalität in einer Branche oder einem Unternehmen. Bei den befragten Ärzten liegt er in Bezug auf ihre Klinik als Arbeitgeber in allen 4 Ländern im negativen Bereich. Großbritannien scheidet dabei mit einem NPS von -4 % noch am besten ab, Italien mit -32 % am schlechtesten. Auch bei der Versorgungsleistung des eigenen Krankenhauses steht Deutschland mit einem NPS von 17 % noch am besten da, gefolgt von Großbritannien (3 %).

Und: Insbesondere Mediziner in kommunalen Spitälern identifizieren sich kaum mit ihrem Arbeitgeber, zumal 46 % „eine Mission, Vision und Strategie der Krankenhausleitung“ vermissen.

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