Gesundheit: Halb Österreich sieht Mitverantwortung des Hausarztes

Die Gesundheitsvorsorge spielt für 83 % der Österreicher eine wichtige Rolle und 88 % befürchten künftig Einschränkungen in der staatlichen Gesundheitsvorsorge. Das sind nur 2 Ergebnisse aus der Revital Aspach Gesundheits- und Präventionsstudie, durchgeführt im Dezember 2017. Jedoch fühlen sich nur 43 % der Befragten ausschließlich selbst für die eigene Gesundheit verantwortlich.

Foto: Revital Aspach / APA-Fotoservice / Greindl

„Aktuell fühlen sich 71 % der Österreicher nicht ganz gesund“, weiß Günther Beck, Geschäftsführer Revital Aspach. Der Großteil (40 %) klage über vorübergehende, leichte Beeinträchtigungen. „Von den Personen mit leichten, chronischen gesundheitlichen Problemen kämpfen 55 % mit Nacken-, Rücken-, und Bandscheibenproblemen. Auf Platz 2 folgen Schwierigkeiten mit dem Bewegungsapparat sowie mit Knochen und Gelenken (48 %). Und auf dem 3. Platz findet man Übergewicht (44 %). Den Platz 4 belegt Bluthochdruck (30 %).

Was tun die Österreicher für ihre Gesundheit? Dass mehr Bewegung und gesunde Ernährung zu einem langen und glücklichen Leben beitragen können, sei altbekannt. Konkret danach gefragt gaben 68 % der Österreicher an, nicht zu rauchen und im Prinzip über eine positive Lebenseinstellung zu verfügen. Zudem verwiesen 48 % auf Hobbys, „die ihnen gut tun“, und 45 % auf den Konsum von wenig Alkohol. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind für 40 % der Österreicher wichtig und fast 1 Drittel versucht sich gesund zu ernähren.

Gesundheit lange selbstverständlich

Bei den Menschen, die sich selbst als „nicht gesund“ einstufen, steigt laut Beck „erstaunlicherweise“ das Bewusstsein für Bewegung und regelmäßige Besuche beim Physiotherapeuten oder Masseur wieder. „Erst wenn der Österreicher nicht mehr gesund ist, denkt er an regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, an Bewegung und was ihm gut tut.“ Gesundheit werde lange als Selbstverständlichkeit angesehen. So möchten 43 % mehr Sport treiben und 1 Drittel habe bei Mehl und Zucker „ein schlechtes Gewissen“.

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