Fruchtzucker noch schädlicher als Einfachzucker – Fettleber

„Lange Zeit galt Fruchtzucker als gesündere Form Zucker, weil er zu einer geringeren Insulinausschüttung führt. Das ist leider nur die halbe Wahrheit“, betont die Österreichische Diabetes Gesellschaft (ÖDG) in einer Presseaussendung. Die Kehrseite sei, dass Fructose die Ausschüttung des Hormons Leptin hemmt und dieses wiederum ist für das Sättigungsgefühl verantwortlich. So würde von Nahrungsmitteln mit Fructose (Achtung, nicht nur Obst!) automatisch mehr gegessen, bis man sich satt fühlt, so die ÖDG.

Fett führt zu Zucker(krankheit) und Zucker zu Fett(leber)

„Damit nehmen wir natürlich auch wieder mehr Fructose zu uns.“ Und zu viel Fructose wiederum könne zu einer nichtalkoholischen Fettleber führen. „Fruchtzucker ist also überhaupt nicht gesünder“, betont man auch seitens der Österreichischen Adipositas Gesellschaft (ÖAG). Gesundheitliche Vorteile bringe nur „die generelle Reduktion von Zucker“, denn durch zu viel Zucker drohe eine Fettleber.

Der Stoffwechsel des Menschen würde nämlich ein Zuviel an aufgenommener Nahrung als Körperfett speichern – u.a. auch in der Leber. „Die nichtalkoholische Fettleber ist Ursache für eine Reihe von sehr ernsthaften Folgeerkrankungen“, unterstreicht Univ.-Prof. Friedrich Hoppichler, Vorstandsmitglied von ÖDG und ÖAG. Dazu würden die nichtalkoholische Leberentzündung (Steatohepatitis) zählen, Leberzirrhose und Leberkrebs.

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