“Erschreckende Fehlentwicklung” in deutschen Spitälern

In deutschen Spitälern wird zunehmend profitorientiert gehandelt. Das geht aus einer Studie hervor, die dem NDR Verbraucher- und Wirtschaftsmagazin “Markt” vorliegt. Demnach würden Ärzte und Geschäftsführer aus verschiedenen Kliniken erstmals “eine erschreckende Fehlentwicklung” an deutschen Krankenhäusern bestätigen. Leiter der Studie waren Univ.-Prof. Dr. Karl-Heinz Wehkamp von der Universität Bremen und Univ.-Prof. Dr. Heinz Naegler, ein ehemaliger Krankenhausmanager.

Wirtschaftliche Interessen

Analysiert wurde, warum die Patientenzahlen in Krankenhäusern ständig steigen, während sich die Aufenthaltsdauer der Patienten immer weiter verkürzt. Und das Ergebnis sei, wie gesagt, “erschreckend”. Die Studie bestätigt, dass im Klinikalltag ein enormer ökonomischer Druck herrsche. So würden auch Patienten in Spitälern aufgenommen, ohne dass es medizinisch notwendig wäre. Zudem würden Patienten” nicht selten aus rein wirtschaftlichen Gründen” operiert. Fast alle Ärzte gaben an, dass sie wirtschaftlichen Interessen des Hauses häufig in der täglichen Arbeit beeinflussen würden. Laut den beiden Studienleitern stehe künftig das Vertrauen der Patienten in die Medizin steht auf dem Spiel. Für 2017 übrigens prognostiziert Roland Berger erstmals 33 % defizitäre Krankenhäuser !

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