Ernährungsreport 2017: Konsumenten wollen für bessere Tierhaltung zahlen

Frägt man Deutschlands Konsumenten, dann sind diese nicht nur für eine bessere Nutztierhaltung, sondern würden für deren Produkte dann auch mehr bezahlen. Das ist das wohl erfreulichste Ergebnis des deutschen Ernährungsreports 2017 im Auftrag des BMEL. Und das zweite erfreuliche Ergebnis lautet, dass in Deutschland noch immer und entgegen aller Unkenrufe von 53 % am liebsten Fleisch gegessen wird. Danach kommen Nudelgerichte mit 38 %, Gemüse (20 %) und Fisch (16 %). Bei der Arbeit werde zu 57 % Essen von zuhause verzehrt …

Ernährungsminister

So kommt es also, dass laut dem von Ernährungsminister Christian Schmidt präsentierten Bericht 4 von 5 Deutschen mit ihrer “Verpflegungssituation” zufrieden sind. Allerdings rückt dabei auch immer mehr die Nutztierhaltung in den Fokus der Betrachtung. Demnach wünschen sich ganze 87 % der Konsumenten (Männer 63 %, Frauen 76 %) eine artgerechtere Tierhaltung, noch vor mehr Produktqualität. Und diese bessere Tierhaltung dürfe dann auch mehr kosten, z.B. das Kilo Fleisch so 13,60 €.

Beim Lebensmittelkauf würden die Kriterien Geschmack (97 %), regionale Herkunft (73 %) und zu 57 % der Preis dominieren. Eingekauft werde von 2 Drittel der Befragten hauptsächlich in Supermärkten (62 %) und nur zu 8 bzw. 6 % auf Märkten oder in Bioläden. Und weil eine gesunde Ernährung laut Deutschlands Verbrauchern schon in der Schule beginnt, halten 89 % einen entsprechenden Unterricht für so wichtig wie Englisch oder Mathematik und könnten sich dazu sogar ein eigenes Schulfach vorstellen!

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