Dschingis Khan und die schwedischen Frauen

Der Mongolenführer Dschingis Khan eroberte und organisierte eines der größten Weltreiche der Geschichte. Mit Ausnahme seiner Millionen (!) mehr oder weniger direkten Nachkommen haben bis heute vor allem seine Reiterhorden einen schrecklichen Ruf: Unbezwingbar hatten sie ganze Länder überrollt, Schlacht um Schlacht gewonnen. Weshalb die so unbezwingbar waren, anderen so überlegen, erklärt beispielsweise der bekannte Ernährungsforscher Dr. Michael Eades und zitiert aus einer Biografie von Dschingis Khan:

Dschingis Khan hatte die Mongolei erobert, wurde jedoch vom Herrscher Chinas aufgefordert, sich ihm zu unterwerfen. Daraufhin beschloss Dschingis Khan lieber anzugreifen statt nachzugeben und marschierte mit seinen Truppen gegen Peking. Und Jetzt kommt’s:

Die Chinesen mussten erstaunt zur Kenntnis nehmen, dass die mongolischen Krieger lange Zeit mit nur wenig Essen und Wasser auskamen. Die gesamte mongolische Armee konnte lagern ohne auch nur ein bisschen Rauch zu produzieren: Sie brauchten kein Kochfeuer!

Und im Vergleich zu den chinesischen Soldaten waren die Mongolen sehr viel gesünder und stärker. Sie ernährten sich nämlich von

Fleisch
Milch
Joghurt und Käse.

Während also die Chinesen von Getreidebrei lebten, verhinderte gerade diese „Diät“ die gesunde Entwicklung von Knochen und Zähnen, schwächte die Chinesen und machte sie krankheitsanfälliger. Im Gegensatz dazu ernährte sich auch der ärmste mongolische Soldat fast nur von Eiweiß. Resultat: Starke Knochen und Zähne, weniger Krankheiten. Für die Mongolen waren sogar auch 1-2 Tage ohne Essen möglich!

Doktor Eades, der hier aus einer Biografie von Dschingis Khan zitiert, schließt ab mit einer goldenen Erkenntnis:

„Man lernt über Ernährung sehr viel mehr aus anthropologischen Daten als aus der gigantischen Menge medizinischer Studien.“

Liegt vor mir eine Studie, in welcher an 43.396 schwedischen Frauen bewiesen wurde, dass „wenig Kohlenhydrate und viel Eiweiß“ mehr Herzinfarkte verursachen. Und wie entstand die Studie? Von einem Studenten wurde ein Fragebogen ausgeteilt und die Ernährung abgefragt. 16 Jahre später wurden dann von den damals befragten Personen die Krankenakten studiert und Schlüsse gezogen. Aber glaubt wirklich jemand, dass die betroffenen Damen 16 Jahre lang das Gleiche gegessen haben ?

Verstehen Sie nun, warum ich so häufig von Rehen oder Affen spreche? Die wissen wirklich Bescheid … !

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