Die Legende von Marihart

Es sind wahrlich historische Worte, die der Präsident vom Verband der Europäischen Zuckerindustrie (CEFS) wie auch Obmann des österreichischen Verbandes der Lebensmittelindustrie, Johann Marihart, in einem krone.at-Talk kund tat. Darum zitieren wir hier gerne wörtlich aus dem publizierten Bericht: “Zuckerkrankheit ist eine irreführende Bezeichnung”, so Marihart. Auch bei Diabetikern sei Zucker laut Experten durchaus erlaubt. Zwischen 45 und 60 % Kohlenhydratanteil dürfen auch Zuckerkranke konsumieren. “Das ist in Wahrheit eine normale Ernährung.”

Kalorienbilanz ?

Und weiter ging es dann mit der Erklärung einer sog. Kalorienbilanz (wieder wörtlich zitiert): “Worauf es wirklich ankommt, sei laut dem Vorstandsvorsitzenden von AGRANA die Kalorienbilanz: “Zucker an sich ist nicht das Problem, die Kalorien sind es.” Marihart sieht Übergewicht als Folge eines Ungleichgewichts von Kalorienaufnahme und Kalorienverbrauch. Ganz einfach gesagt: Wird dem Körper mehr Energie zugeführt als dieser verbraucht, entsteht Übergewicht.”

Wir vom Molner Health Center hatten diese Ansichten bereits in einer Replik auf eine entsprechende Presseaussendung des Lebensmittelverbandes zu korrigieren versucht. Nachzulesen bitte hier:  Wo auch Österreichs Verband der Lebensmittelindustrie irrt … Und vielleicht als kurzer Appetitanreger: Wenn man (täglich) 6.000 Kalorien essen würde, aber z.B. nur reines Eiweiß, dann wäre das für den Körper noch immer ein Nullsummenspiel, weil er dafür im Gegenzug Fett verbrennen würde, wenn man ihn denn ließe! Biologisches 1×1, sollte man meinen …

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