Deutschlands Bürger fürchten sich vorm Pflegeheim

Die Vorstellung, im Alter in ein Pflegeheim ziehen zu müssen, macht 8 von 10 Bürgern in Deutschland Angst. Nur 6 % können sich vorstellen, freiwillig in so einer Senioreneinrichtung zu leben, erhoben die Wirtschaftsprüfer und Berater von PwC Deutschland. Vor allem fürchten 73 % der Studienteilnehmer den Personalmangel in den Heimen samt überforderter Pflegekräfte und 60 % die fehlende Privatsphäre.

Infografik: obs / PwC Deutschland

“Wir brauchen daher mehr Wertschätzung für den Pflegeberuf und eine neue Art der Versorgung in den Heimen, die wieder stärker den Menschen in den Mittelpunkt stellt”, fordert Michael Burkhart von PwC.  Laut der Studie würden sich fast alle Bürger konkret wünschen, dass regelmäßig Qualitätskontrollen in den Pflegeheime durchgeführt werden, weiß Sevilay Huesman-Koecke von PwC. Weiters eine Verbesserung des Betreuungsschlüssels, damit mehr Zeit für den einzelnen Bewohner bleibt. Und um die Situation der Pflegekräfte zu verbessern, befürworten auch 97 % der Befragten ein höheres Gehalt.

Aber auch 43 % der Bürger würden für eine bessere Versorgungsqualität einen höheren Beitragssatz zur Pflegeversicherung zahlen. Diese Bereitschaft wächst übrigens mit steigendem Nettoeinkommen und liegt im Schnitt bei 33 € pro Monat. Für 39 % sei diese aber nicht zu stemmen und 18 % möchten eine Erhöhung gar nicht zahlen. “Gerade weil sich die Bürger große Sorgen um den Personalnotstand machen, würden sie 53 % etwaiger  Mehreinnahmen in einen besseren Betreuungsschlüssel in den Heimen investrieren und 17 % in höhere Gehälter der Pflegekräfte.”

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