Deutschland: Immer weniger Apotheken, aber mit mehr Personal

In Deutschland gibt es immer weniger Apotheken, die jedoch immer mehr pharmazeutisches Personal beschäftigen. Während die Zahl der Apotheken 2017 erstmals seit der Wiedervereinigung auf unter 20.000 gesunken ist, kommen nunmehr 156.428 Personen zum Einsatz. Fast 90 % davon sind Frauen. Diese Berechnungen aus dem Apothekenwirtschaftsbericht 2017 gab der Deutsche Apothekerverband (DAV) anlässlich des 54. DAV-Wirtschaftsforums bekannt. Während die Anzahl der Apotheken Ende 2015 noch 20.249 betragen hatte, wird sie 2017 auf unter 20.000 fallen.

Das 54. Wirtschaftsforum des DAV steigt am 26./27. April 2017 in Berlin. (Logo: obs / ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände / DAV)

Das ist der niedrigste Stand seit 1990, als es in Deutschland 19.898 Apotheken gab. Die meisten Apotheken, nämlich 21.602, gab es übrigens 2008. Seither schlossen laut DAV 1.570 Apotheken bzw. 7,3 %. Auf 100.000 Einwohner kommen nunmehr 24 Apotheken. Der Anstieg der Beschäftigtenzahl lässt sich laut DAV insbesondere durch den Aufbau von pharmazeutischem Personal erklären: So waren 2015 in den Apotheken noch 63.660 Pharmazeutisch-Technische Assistenten (PTA) beschäftigt, 2016 dann schon 65.658 PTA. Die Zahl der beschäftigten Apotheker blieb derweilen mit 50.123 konstant. Weiters würden zum Apothekenpersonal würden auch Pharmazeutisch-Kaufmännische Angestellte zählen (33.193 Beschäftigte), Apothekerassistenten und Pharmazie-Ingenieure (5.803) sowie Pharmazeuten im Praktikum mit 1.651 Beschäftigten.

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