Deutsche Zahnärzte scheuen eigene Arztpraxis

Obwohl die Anzahl der niedergelassenen Zahnärzte in Deutschland kontinuierlich sinkt, scheuen laut Bundeszahnärztekammer immer mehr Jungzahnärzte die Gründung einer eigenen Praxis. So ergibt sich die scheinbar groteske Situation, dass immer mehr Zahnärzte ohne Praxis bei immer weniger Zahnärzten mit Praxis eine Anstellung wollen. Dergestalt waren Ende 2016 bereits 16.715  von den 71.926 zahnärztlich tätigen Personen in einer Praxis angestellt.

Moderner Zahnarzthocker … (Foto: MHJ)

Insbesondere Frauen würden nach der Assistenzzeit in einem Angestelltenverhältnis verbleiben wollen, was zur Folge hat, dass fast 2 von 3 angestellten Zahnärzten weiblich ist. Der Hauptgrund dürften wohl die exorbitanten Investitionskosten zu Beginn von rund 340.000 € sein. So viel jedenfalls gaben 2 Drittel der 2016 sich neu niedergelassenen Zahnärzte für die Übernahme einer bereits bestehenden Zahnarztpraxis aus. Nur von 7 % übrigens war eine “richtige” Neugründung erfolgt. Der Rest, wenn man so will, wurde Teil einer sog. Berufsausübungsgemeinschaft …

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