Der “Erkältungsmarkt” ist ein gigantisches Geschäft

Ein 75-jähriger Mensch hat in seinem Leben ungefähr 200 Erkältungen überstanden. Bei einer durchschnittlichen Dauer der Symptome von 5-9 Tagen sind das rund 3 Jahre Erkältungsbeschwerden. Über 200 verschiedene Viren können an verschiedenen Stellen in den Körper gelangen und dann ein (angeknackstes) Immunsystem herausfordern. Erkältungen ist in den Herbst- und Wintermonaten scheinbar nicht zu entkommen. Schnupfen, Husten oder Halsschmerzen sind dann die Folge bzw. eine Reaktion des Immunsystems im Kampf gegen die Eindringlinge.

Tipps und Tricks gegen Erkältungen … (Infografik: obs / /DVGE – Deutscher Verlag für Gesundheit und Ernährung)

Erkältungen verlaufen normalerweise immer gleich: Zuerst reagiert die Schleimhaut im Hals. Es kribbelt, kratzt und schmerzt. Dann läuft die Nase und schließlich folgt der Husten. Ist man erkältet, sammelt sich in den Atemwegen Schleim an, der noch flüssig ist, aber mit Fortdauer immer zäher wird. Die Nasenatmung wird behindert, die Nasennebenhöhlen können verstopfen, die Bronchien schmerzen. Der festsitzende Schleim macht es dem Körper schwer, sich selbst zu helfen und die Erreger aus dem Organismus zu befördern. Die Flimmerhärchen auf den Schleimhäuten, die für die Reinigung zuständig sind, verkleben und können Fremdstoffe nicht mehr abtransportieren.

Nach 8 bis 10 Tagen ist dann aber meistens die Sache ausgestanden. Über 6 Mrd. € geben die Deutschen pro Jahr für rezeptfreie Medikamente aus – Tendenz steigend. Ein Viertel dieses Umsatzes entfällt auf Präparate gegen Erkältungen, gefolgt von Schmerzmitteln, die ebenfalls oft von Schnupfenpatienten genutzt werden. Von den 10 meistverkauften Erkältungsmedikamenten gehen jedes Jahr über 50 Mio. Packungen über Ladentisch. Der sogenannte Erkältungsmarkt ist also ein gigantisches Geschäft. Aber wirken diese Mittel überhaupt? Siehe Anfang des Berichtes …

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