AOK fordert Ausweitung der deutschen Mindestmengenregelung bei Operationen

Die Mindestmengenregelung in Deutschland besagt, dass Spitäler und Kliniken nur dann anspruchsvolle Operationen durchführen dürfen, wenn sie eine Mindestanzahl an Behandlungen pro Jahr vorweisen können. Das wird auch von 86 % der deutschen Patienten unterstützt, ergab eine Befragung durch die AOK Hessen. Jedoch seien solche Mindestmengen zurzeit nur in 7 Leistungsbereichen vorgeschrieben.

Infografik: obs / AOK Hessen

Damit deutsche Krankenhäuser im internationalen Qualitätsvergleich nicht abgehängt werden, fordert die AOK eine strengere Einhaltung wie auch eine Ausweitung dieser Bestimmungen z.B. auf auch auf Lungen- und Brustkrebsoperationen. Diese Forderungen würde laut 80 % der Patienten auch zu besseren Behandlungen führen. Steht nämlich eine größere Operation an, so würden 69 % Patienten ohnehin auf die Spezialisierung des Krankenhauses achten und 64 % auf die Qualifikation der Ärzte.

Allerdings sehen 52 % der Bürger in der besagten Ausweitung auch einen Haken, denn dadurch würde für viele der Weg ins “Wunschkrankenhaus”. Ebenso viele halten die Schließung von Kliniken oder die Abwanderung von Fachärzten für möglich.

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