Acne inversa: Behandlung in Deutschland „eindeutig optimierbar“

AbbVie Deutschland und Die Schwenniger Krankenkasse haben in einer Aussendung „Defizite“ bei der Behandlung von Acne inversa moniert. Dazu gehören u.a. jahrelange Irrwege bis zur richtigen Behandlung, langwierige Wundheilungen und Depressionen als häufige Begleiterkrankung. Beide wollen nun „neue Ansätze“ für eine bessere Versorgung erarbeiten.

Foto: obs / AbbVie Deutschland GmbH / H. Schacht

In der Analyse wurden auch „Auffälligkeiten“ in verschiedenen Leistungs- und Kostenbereichen bestätigt und zudem festgestellt, dass „die medizinische Versorgung bei dieser Krankheit eindeutig optimierbar ist“. Im Rahmen der Kooperation würden, so Christoph Hagenlocher von AbbVie Deutschland, digitale Ansätze wie Data Mining und neuronale Netzwerke eine wichtige Rolle spielen. “Das Projekt zeigt, dass Pharmafirmen und Krankenkassen auch jenseits von Rabattverträgen innovativ kooperieren können.”

Und selbst der Bundesverband Deutscher Dermatologen (BVDD), der sich als Innovationsmotor in diesem Bereich versteht, begrüßt die digitalen Technologien zur Verbesserung der Versorgungsqualität. Acne inversa, auch Hidradenitis suppurativa genannt, sei eine schmerzhafte, chronisch-entzündliche, systemische Hauterkrankung. Diese trete „typischerweise“ tritt sie in Form von Knoten, Abszessen, Fisteln und Vernarbungen in den Achselhöhlen auf, in der Leiste wie an Brust, Gesäß und der Innenseite der Oberschenkel.

10 Jahre bis zur Diagnose

Oft seien die Hautveränderungen mit starken Schmerzen verbunden und würden von den Betroffenen als sehr belastend und einschränkend empfunden. Meistens dauert es auch sehr lange, bis die Erkrankung diagnostiziert wird: Nach der Erstbesuch beim Arzt vergehen in Deutschland bis zur Diagnose über 10 Jahre …!

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