8. November 2018: Meldungen des Tages aus der Medizin

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Die Zahl der Übernahmen von Gesundheitseinrichtungen durch Private-Equity-Gesellschaften steigt seit Jahren an. Die Kommerzialisierung nimmt auch in Deutschland sowohl im ambulanten wie auch im stationären Bereich zu. Die Ärzteschaft warnt schon lange davor, dass Konzerninteressen und Renditestreben niemals über das Patientenwohl gestellt werden dürfen. Welche Auswirkungen hat diese Entwicklung auf die Patientenversorgung in Klinik und Praxis, wie viel “Markt” verträgt ein gutes Gesundheitssystem und welche Maßnahmen können einem ungezügeltem Wettbewerb entgegenwirken? (Bundesärztekammer, 08.11.2018)

Die Mitglieder der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung als oberstes Beschlussorgan der 54.000 Vertragszahnärzte in Deutschland sehen durch versorgungsfremde Kapitalinvestoren die flächendeckende, wohnortnahe und qualitätsgesicherte Versorgung ebenso wie die freie Zahnarztwahl und die freiberufliche Berufsausübung der Zahnärzteschaft akut gefährdet. (Kassenärztliche Bundesvereinigung, 08.11.2018)

Der Bundesverband für nachhaltige Zahnheilkunde (BNZK) weist sachwidrige Behauptungen der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung zurück, wonach die zahnmedizinische Versorgung durch die Beteiligung von Kapitalgebern akut gefährdet werde. Insbesondere in ländlichen Gebieten, in denen niedergelassene Zahnärzte oft keine Nachfolger mehr finden, stellen Medizinische Versorgungszentren mit erheblichen Investitionen in moderne Behandlungstechnik und Personal die Versorgung der Patienten sicher. Darüber hinaus spiegeln diese Versorgungszentren gesellschaftliche Trends bzw. nehmen diese auf. Denn nicht jeder junge Zahnarzt möchte heutzutage niedergelassen tätig sein und das Risiko einer eigenen Praxis tragen. Das gilt insbesondere auf dem Land. (Bundesverband für nachhaltige Zahnheilkunde, 08.11.2018)

Gesundes, glänzendes und kraftvolles Haar schenkt sofort mehr Selbstvertrauen. Als Synonym für Jugend, Fitness, Erfolg und Zufriedenheit ist es zudem ein wichtiger Marker für die Gesundheit. Denn natürliche Schönheit kommt von innen! Ist die Versorgung mit Beauty-Vitalstoffen nicht optimal, so lässt sich das an Haut und Haaren erkennen. (Ifemedi, 08.11.2018)

Biotin kurbelt den Stoffwechsel der Haut- und Haarwurzeln an und ist so für ein gesundes Wachstum dieser Zellen unerlässlich. Verkümmerte Haarwurzeln werden reaktiviert, wenn der Körper ausreichend mit dem Sonnenvitamin Vitamin D3 versorgt wird. Es unterstützt Biotin durch die Produktion von Rezeptoren in den Haarwurzeln, die das Wachstum der Haare anregen können. Die Antioxidantien Vitamin E und Lycopin neutralisieren freie Radikale. Beide bilden in Kombination mit Vitamin C einen starken Schutzschild gegen negative Umwelteinflüsse. Zudem verhindert Vitamin E den Feuchtigkeitsverlust der Haare, sorgt für eine gute Durchblutung und hemmt Entzündungen der Kopfhaut. Auch Kalzium und Zink sind echte Haar-Vitalstoffe. Fehlen diese Mineralien, können Keratin und Kollagen, die wichtigsten Bestandteile der Haare, nur begrenzt gebildet werden. Zudem stimuliert Zink die Haarfollikel, in denen die Haarwurzeln gebildet werden, und ist somit die Basis für einen kräftigen Haarwuchs. (Ifemedi, 08.11.2018)

Mrs.Sporty ist die führende Fitnesskette für Frauen in Europa und eines der angesehensten Franchise-Systeme in Deutschland und Österreich. Mit 520 Fitnessstudios und 200.000 Mitgliedern ist Mrs.Sporty in zehn Ländern vertreten. Allein in Österreich gibt es über 90 Mrs.Sporty Clubs, die von erfolgreichen Franchise-Nehmern geführt werden. Gründer und Geschäftsführer Niclas Bönström leitet von der Berliner Zentrale aus das Unternehmen. (Mrs.Sporty GmbH, 08.11.2018)

Krebs ist nach wie vor die weltweit zweitgrößte Epidemie. An der Erkrankung sterben jedes Jahr über 7 Mio. Menschen. Der neue Therapieansatz mittels Impfstoff vom Dr. Rath Research Institute hat das Potenzial, diese Statistik entscheidend zu verändern. (Dr. Rath Research Institute, 08.11.2018)

Beim 32. BPI-Unternehmertag in Berlin warb der designierte Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie, Dr. Kai Joachimsen, bei Politik und gesundheitspolitischen Stakeholdern für eine “Allianz für Gesundheitsversorgung”. (BPI, 08.11.2018)

Tatsächlich gibt es in Deutschland nicht wenige Impfkritiker. Deren Vorwürfe reichen von “Impfungen sind überflüssig” über “Impfungen dienen nur dem Umsatz der Pharmaunternehmen” bis hin zu “Impfungen können töten”. Die strikten Impfverweigerer plädieren sogar dafür, Infektionskrankheiten grundsätzlich “durchzumachen”, um immun dagegen zu werden. (BPI, 08.11.2018)

Medizinprodukte und Services ohne digitale Komponenten dürften künftig eher die Ausnahme als die Regel sein. (Deutscher Industrieverband, 08.11.2018)

Laut Deutschem Gesundheitsamt haben 80 % der Kinder in Deutschland Haltungsschäden. Etwa 125.000 Heranwachsende ab dem 10. Lebensjahr sind sogar von einer krankhaften Wirbelsäulenverkrümmung (Skoliose) betroffen. Deren Therapie ist anstrengend und erfordert einen hohen personellen Aufwand. … Die bessere Versorgung von Skoliosepatienten birgt ein großes Marktpotential. (AiF, 08.11.2018)

Neue Initiative #faxendicke will das Fax in der Medizin abschaffen. (Initiative #faxendicke, 08.11.2018)

Egal wie gut das Betriebsklima ist – Kritik gehört zum Geschäft. Besonders wenn es darum geht, Arbeit sicher und gesund zu gestalten. Damit das Feedback nicht als persönlicher Angriff, sondern konstruktiv wahrgenommen wird, sollte es so konkret wie möglich sein und sich auf beobachtbares oder beschreibbares Verhalten stützen. Eine gute Methode sind die 3 W: Wahrnehmung, Wirkung, Wunsch. (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung, 08.11.2018)

Bei Altersweitsichtigkeit und weiteren Sehfehlern können Kontaktlinsen eine sichere Alternative zur Gleitsichtbrille sein. Kontaktlinsen verringern etwa das Sturzrisiko für Träger von Gleitsichtbrillen dann, wenn sie auf einer Treppe abwärts gehen und den Kopf nach unten beugen. (Aktion Das sichere Haus, 08.11.2018)

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Die mit Abstand größte Gefahr sind Antibiotikaresistenzen: Wenn Bakterien durch Antibiotika nicht abgetötet werden können, verliert die Medizin eine ihrer stärksten Waffen gegen eine Vielzahl von weit verbreiteten und potenziell tödlichen Infektionserkrankungen. (Pharmig, 08.11.2018)

90 % der Österreicher halten die Lebensqualität in ihrem Bundesland für gut. Damit liegen sie über dem EU-Schnitt von 80 %. Zudem sind 65 % in den Bundesländern optimistisch oder sehr optimistisch, was die Zukunft ihrer Region angeht. Im EU-Durchschnitt sind es 66 %. (EU Kommission, 08.11.2018)

Präsentation der neue Leitlinie “Antiinfekta” für Österreichs Ärzte und Apotheker. (Foto: Pharmig / APA-Fotoservice / Rastegar)

Die Novellierung des Ärztegesetzes in Österreich sorgt weiter für Aufregung. So fordern der Österreichische Gesundheits- und Krankenpflegeverband und das Österreichische Hebammengremium eine Klarstellung, dass die Neuregelung bereits bestehende Kompetenzen von anderen gesetzlich geregelten Gesundheitsberufen unberührt lässt. (ORF.at, 08.11.2018)

Der Verhaltensökonom Matthias Sutter sagte auf Einladung beim “Vienna Behavioral Economics Network”, dass Persönlichkeitseigenschaften wie Geduld, Selbstkontrolle und Zielorientierung wichtige Indikatoren für Erfolg im Leben seien. Geduldige Menschen würden mit höherer Wahrscheinlichkeit bessere Bildungsabschlüsse erwerben, mehr verdienen, seltener Alkoholiker oder spielsüchtig werden und stabilere Beziehungen führen. (Vienna Behavioral Economics Network, 08.11.2018)

VBEN mit Matthias Sutter in der Bildmitte. (Foto: obs / VBEN)

Das Prostatakarzinom ist die häufigste Krebserkrankung des Mannes. Rund 5.000 Männer in Österreich erkranken daran pro Jahr, etwa 1.100 davon sterben an den Folgen. Rund jeder 10. Krebstodesfall bei Männern geht auf Prostatakrebs zurück. Die jährliche Vorsorgeuntersuchung ist ein Muss für jeden Mann ab dem 45. Lebensjahr. Bei Männern mit an Prostatakarzinom erkrankten Familienmitgliedern ist eine Vorsorgeuntersuchung bereits ab dem 40. Lebensjahr empfehlenswert. (Ludwig Boltzmann Gesellschaft, 08.11.2018)

Multiallergentest auch mit getrocknetem Blut möglich. (MedUni Wien, 08.11.2018)

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Die Regierung Liechtensteins hat die Beantwortung der Interpellation zu Krankenkassen und dem Liechtensteinischen Krankenkassenverband (LKV) zu Handen des Landtages verabschiedet. … Geldreserven gewährleisten die finanzielle Sicherheit der Kassen und dienen dem Ausgleich von Kostenschwankungen. Ausserdem sind sie ein Ausgleichsgefäß, wenn die Annahmen für die Prämienfestsetzung im Folgejahr nicht genau zutreffen. Der tatsächliche Reservensatz muss in der Praxis mit einem gewissen “Sicherheitsabstand” über der gesetzlich vorgesehenen Untergrenze liegen. Die Verwaltungskosten der Krankenkassen im Verhältnis zu deren Gesamtausgaben sind in Liechtenstein etwas höher als in der Schweiz. Der Versichertenbestand ist doch relativ klein. … Eine etwaige Abschaffung des LKV würde das geltende System grundsätzlich in Frage stellen und eine weitreichende Revision des Krankenversicherungsgesetzes bedingen. (Fürstentum Liechtenstein, 08.11.2018)

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