4. Dezember 2018: Meldungen des Tages aus der Medizin

Deutschland

Arbeiten auf Dächern oder Leitern sind riskant und werden häufig unterschätzt. So verunglückten von 2012-2017 in Deutschland im Handel 22 Personen tödlich durch einen Absturz. Dabei handelt es sich häufig um erfahrene Mitarbeiter, die schon lange im Betrieb arbeiten. (Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik, 04.12.2018)

Infografik: obs / BGHW / Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik

Coca-Cola erhält den Negativpreis “Goldener Windbeutel 2018” der Organisation Foodwatch über die dreisteste Werbelüge. Damit gemeint ist “Smartwater”, ein Mineralwasser, das nicht besser ist als normales Mineralwasser, aber bis zu 7 Mal mehr kostet. (Foodwatch, 04.12.2018)

Infografik: obs / Foodwatch

Das Terminservice- und Versorgungsgesetz von Gesundheitsminister Jens Spahn darf im Bundestag nicht verabschiedet werden. “Ein Instrumentarium aus monetären Anreizen sowie Kontroll- und Sanktionsdrohungen soll detailliert in die freiberuflich und eigenverantwortlich gestalteten Abläufe der ärztlichen Arbeit in den Praxen und Krankenhäusern eingreifen”, heißt es in der 1. Resolution. In der 2. Resolution stellt die FÄ fest: “Ein starkes ambulantes Gesundheitswesen lässt sich nur sichern, wenn alle Leistungen nach wirtschaftlich kalkulierten Preisen transparent gezahlt werden und die Empathie der tätigen Ärzte nicht durch übermächtige staatliche und administrative Knebelungen zerstört wird. Internationale Medizinkonzerne müssen zurückgedrängt werden und die ärztliche Schweigepflicht muss erhalten bleiben.” (Freie Ärzteschaft, 04.12.2018)

Jeder 2. Deutsche hat keine Zahnzusatzversicherung. (CosmosDirect, 04.12.2018)

Bewegung fördert die Muskeltätigkeit von Magen und Darm und damit den Weitertransport des Speisebreis. Dass Alkohol die Verdauung anregt, ist dagegen ein Mythos. Alkohol entspannt die Muskulatur, auch die des Magens, und vermindert dadurch vielleicht nur das Völlegefühl.  Auch nach einem Kaffee oder Espresso entleert sich der Magen nicht schneller, sondern es wird nur die Darmtätigkeit angekurbelt. (Diabetes Ratgeber, 04.12.2018)

Das Geheimnis der ZEI-Meditation besteht in einer verblüffend einfachen mentalen Technik, mit der man das Zentrum der emotionalen Intelligenz ansprechen und so seine Gefühle unmittelbar beeinflussen kann. … Der Dachverband Geistiges Heilen engagiert sich seit der Gründung 1995 für die Anerkennung spiritueller Heilweisen in der Gesellschaft und im Gesundheitssystem. Ihm gehören rund 4.000 Heiler, Heilpraktiker, Therapeuten, Ärzte, Klienten sowie Mitglieds- und Fördervereine an. (DGH, 04.12.2018)

Der Blutzuckerwert HbA1c sagt aus, wie hoch der durchschnittliche Blutzucker in vergangenen 8-12 Wochen war und wird darum auch als Langzeitblutzucker bezeichnet. Eine umfassende Blutzuckerkontrolle umfasst daneben den Nüchternblutzucker und den Blutzucker nach dem Essen. Der Nüchternblutzucker sagt aus, wie viel Glucose 6-12 Stunden nach der letzten Mahlzeit im Blut ist. Der sog. postprandiale Blutzucker wird etwa 1-2 Stunden nach einer Mahlzeit gemessen. (Novo Nordisk Pharma, 04.12.2018)

Foto: obs / Novo Nordisk Pharma GmbH / Adobe Stock_167274890

TDT ist eine erbliche Blutkrankheit, die durch eine Mutation im ß-Globin-Gen hervorgerufen wird und zu einer ineffektiven Produktion von roten Blutkörperchen führt, was eine schwere Anämie zur Folge hat. Personen mit TDT benötigen zum Überleben regelmäßige Transfusionen um ihren Hämoglobinspiegel zu halten. Diese bergen jedoch Risiken wie etwa die Eisenüberladung, die verschiedene Organe schädigen und die Lebenserwartung verkürzen kann. (Bluebird Bio, 04.12.2018)

Nach der Behandlung mit LentiGlobin wird bei den Patienten die Produktion von HbA-T87Q überwacht. Es handelt sich hierbei um das von der Gentherapie stammende Hämoglobin. Die Produktion von HbA-T87Q erhöht den Gesamthämoglobinspiegel bei Patienten mit dem Ziel, den Transfusionsbedarf zu reduzieren oder zu eliminieren. Die Daten zeigten, dass 8 von 10 Patienten mit TDT und einem Non-ß0/ß0-Genotyp, die mit LentiGlobin in der Northstar-Studie behandelt wurden, transfusionsunabhängig werden, was bedeutet, dass sie mindestens 12 Monate lang keine Transfusion erhalten haben und ein Hämoglobin von >9 g/dl beibehalten haben. Diese 8 Patienten waren für eine mediane Dauer von 38 Monaten (21 – 44 Monate) transfusionsunabhängig. Die Gesamthämoglobinspiegel der 8 transfusionsunabhängigen Patienten mit Non-ß0/ß0-Genotyp waren beim letzten Untersuchungstermin der Studie stabil und lagen im Bereich von 9,7 – 14,1 g/dl. Am Stichtag war HbA-T87Q bei diesen Patienten über einen Zeitraum von bis zu 4 Jahren stabil. Drei der 8 Patienten mit TDT und einem Non-ß0/ß0-Genotyp, die mit LentiGlobin behandelt wurden, erreichten Transfusionsunabhängigkeit. Zwei dieser Patienten wurden länger als 3,5 Jahre nachbeobachtet und einer länger als 2 Jahre. Alle 3 blieben bis zu ihrem letzten Nachbeobachtungstermin transfusionsunabhängig mit einem Hämoglobin im Bereich von 9,1 – 10,9 g/dl. (Bluebird Bio, 04.12.2018)

Die meisten Anreizsysteme (Incentive systems) für Vertriebsleute enthalten zu viele Variablen und verursachen damit Ineffizienz und Frustration. Firmen sollten sich dabei auf maximal 4 Variablen beschränken. (Simon Kucher & Partners, 04.12.2018)

Infografik: obs / Simon-Kucher & Partners / Simon-Kucher & Partners / STOB

Schreibe einen Kommentar