30. November 2018: Meldungen des Tages aus der Medizin

Europa

Anlässlich des morgigen Welt-Aids-Tages hat EU-Gesundheitskommissar Andriukaitis dazu aufgerufen, noch mehr im Kampf gegen Aids zu tun. Seit 2003 wurden über 46 Mio. €o in das EU-Gesundheitsprogramm investiert. Die EU-Mitgliedstaaten haben sich verpflichtet, die Aids-Epidemie bis 2030 zu beenden. Die Kommission sei bereit, dieses Ziel zu unterstützen. (EU Kommission, 30.11.2018)

Deutschland

Die deutschen Mineralbrunnen tragen mit ihren Produkten nicht zur Vermüllung der Umwelt bei. Dies stellt der Verband Deutscher Mineralbrunnen zu dem von Bundesumweltministerin Svenja Schulze vorgestellten “5-Punkte-Plan für weniger Plastik und mehr Recycling” klar. … Zur Vermeidung “überflüssiger Produkte und Verpackungen” propagiert die Bundesumweltministerin auch den Verzicht auf “Flaschenwasser” sowie die “Förderung des Leitungswassertrinkens”. … Konsumenten haben in Deutschland die freie Wahl aus einer einzigartigen Vielfalt von rund 500 verschiedenen Mineralwässern, die durch ihre jeweilige individuelle Zusammensetzung an Mineralstoffen und Spurenelementen den unterschiedlichsten Bedürfnissen und Anlässen entsprechen können. (Verband Deutscher Mineralbrunnen, 30.11.2018)

Maßnahmen wie die Zulassung von HIV-Selbsttests sind richtig und wichtig, bieten allerdings nur eine erste Orientierung. Noch dazu sind die Testergebnisse für Laien schwer zu interpretieren und auch nicht zu 100 % zuverlässig. (Bundesärztekammer, 30.11.2018)

Österreich

Der Antibiotikaverbrauch in der Humanmedizin Österreichs betrug 2016 rund 71,6 Tonnen, davon 67 % im niedergelassenen und 33 % im stationären Bereich. Seitens der Veterinärmedizin kamen 2017 knapp 44 Tonnen antimikrobiell wirksame Substanzen zum Einsatz. (Agrarisches Informationszentrum, 30.11.2018)

Die Schweinehaltung ist in Österreich stark auf einige wenige Regionen konzentriert: Die Tiere werden dort meist auf sehr engem Raum gehalten, oft unter qualvollen Bedingungen. Ihnen werden viele Antibiotika verabreicht. Fast 3 Viertel aller Antibiotika für Tiere in Österreich erhalten Schweine. Die Tiere scheiden dann bis zu 90 % der Antibiotika wieder aus, was zur Verunreinigung der Gewässer und Umwelt führt. Das ist auch ein Risiko für die Gesundheit der Menschen, weil so leichter sog. Superkeime entstehen können, gegen die Medikamente nicht mehr wirken.  … Die höchste Schweinedichte Österreichs haben übrigens Steinhaus, Sattledt und Wartberg (alle OÖ). (Greenpeace CEE in Österreich, 30.11.2018)

Diese einseitige Darstellung durch Greenpeace bildet die Realität keineswegs ab. Seit Jahren ist der ganzheitliche Ansatz “One Health” in Bezug auf den Antibiotikaeinsatz die Maxime der Verantwortungsträger. “One Health” bedeutet dabei, dass die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt im Zusammenhang gedacht werden muss. In diesem Sinne muss beim Antibiotikaeinsatz immer sowohl Humanmedizin als auch Veterinärmedizin betrachtet werden. (Agrarisches Informationszentrum, 30.11.2018)

Fischallergie ist eine der gefährlichsten Nahrungsmittelallergien, da sie oft mit potenziell lebensbedrohenden Symptomen wie z.B. dem anaphylaktischen Schock verbunden ist. Nun hat internationales Forscherteam herausgefunden, dass das Protein Parvalbumin, das die Allergie normalerweise auslöst, in Knorpelfischen viel weniger allergen ist als in Knochenfischen. (MedUni Wien, 30.11.2018)

Die Ärztekammer Wien empfiehlt, Weihnachtsgeschenken auch die medizinischen Handy-Regeln beizulegen, die auch den aktuellen Empfehlungen der WHO gerecht werden. … Prinzipiell gilt: Das Handy während des Gesprächsaufbaus von Kopf und Körper fernhalten sowie danach so wenig und so kurz wie möglich telefonieren. (Ärztekammer Wien, 30.11.2018)

Alle Jahre wieder Angstmache der Ärztekammer. (Forum Mobilkommunikation, 30.11.2018)

Schweiz

In der Schweiz stirbt jede Stunde eine Person an den Folgen des Rauchens. Das sind jährlich 9.500 Menschen. Gleichzeitig stagniert der Anteil der Raucher seit 2011 bei hohen 27 %. Diese Tatsache zeigt: Die bisherigen Maßnahmen reichen nicht. Es sind zusätzliche Anstrengungen nötig, denn Tausende Tote pro Jahr und Zehntausende chronisch Kranke zu akzeptieren, darf für die Schweizer Gesellschaft nicht annehmbar sein. (ARGE Tabakprävention Schweiz, 30.11.2018)

George Thalmann gewinnt den Krebspreis. (Krebsliga Schweiz, 30.11.2018)

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