21. November 2018: Meldungen des Tages aus der Medizin

W

Fisch ist eine lebenswichtige Proteinquelle für über 3 Mrd. Menschen. 800 Mio. Menschen leben direkt oder indirekt von Fischerei. Die Überfischung ist damit für jeden 10. Menschen existenzbedrohend. (WWF Österreich, 21.11.2018)

Vor 40 Jahren wurde das erste Biopharmazeutikum Insulin entwickelt. Das lebenswichtige Hormon wurde bis 1978 aus der Bauchspeicheldrüse von Rindern gewonnen. Danach gelang es Forschern, Humaninsulin gentechnisch aus rekombinanter DNA zu produzieren. Heute sind 274 Biopharmazeutika zugelassen. Allein 2017 wurden in der EU 23 neue biologisch hergestellte Arzneimittel genehmigt. (Amgen GmbH, 21.11.2018)

Infografik: obs / Amgen GmbH

D

Für viele Männer steigt mit dem Alter die Angst vor Prostatakrebs. Immerhin der zweithäufigste Krebs beim Mann. Wenn man ihn jedoch rechtzeitig erkennt, kann der Krebs häufig schonend und komplett entfernt werden. (SWR, 21.11.2018)

Das Bundesgesundheitsministerium ruft angesichts von Lieferproblemen den Versorgungsmangel bei Impfstoffen aus.  Besonders paradox ist aber die Begründung dafür: Als mögliche Ursachen für die aktuellen Lieferengpässe nennt das BMG die Direktverträge zwischen Krankenkassen und Apothekern. (BPI, 21.11.2018)

Der Arbeitskreis Berufsgesetz fordert, dass das Gesetz über den Beruf des Logopäden abgelöst wird durch eine primärqualifizierende hochschulische Regelausbildung mit Geltung für alle im Bereich Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie tätigen Berufsgruppen. (Deutscher Bundesverband für Logopädie, 21.11.2018)

Die Grippesaison ist eröffnet! Bis Februar/März oder länger besteht eine erhöhte Ansteckungsgefahr mit dem Influenza-Virus. Aber auch Erkältungsviren haben Hochsaison. Sie werden extrem leicht durch Tröpfchen übertragen. Wer jedoch richtig niest und hustet, versprüht dabei kaum Speichel oder Nasensekret in seine direkte Umgebung.  (BG ETM, 21.11.2018)

Eine saisonale Depression ist keine Einbildung. Es gibt jedoch kleine Tricks gegen den sog. Winterblues. Ob nun mehr Zeit mit dem Partner, das veränderte Essen oder mehr und intensiveren Sport, der Mensch braucht in dieser sehr lichtlosen Jahreszeit Stimmungsmacher, die den Kreislauf ankurbeln und damit den Mangel an Vitamin D aushalten lassen. Z.B. Eisbaden: Dabei kommt das Vitamin D gleich an den ganzen Körper – einzige Voraussetzung ist dabei ein See, der so um die 4 Grad hat. Es kostet einzig und allein Überwindung, stärkt aber wahnsinnig das Immunsystem.  (Mediahype Deutschland, 21.11.2018)

Foto: obs / Mediahype Deutschland

Vanille gilt als Königin der Gewürze, doch mittlerweile beträgt der Preis auf dem internationalen Markt für 1 kg echte Schoten  Bourbon-Vanille bis zu 700 €. (ZDF, 21.11.2018)

Foto: obs / ZDF / A. Ewels

Knochenmarkstransplantationen sind komplexe medizinische Eingriffe. Aber auch noch in der Zeit danach drohen dem Patienten Gefahren. Speziell ein Virus hat für Betroffene oft tödliche Folgen. (Deutscher Zukunftspreis, 21.11.2018)

Flüssiges Gold, Superfood, Speise der Götter – es gibt viele Namen für Honig. Und auch viele Geschmacksrichtungen. Fakt ist, Honig erlebt derzeit eine Renaissance. … Auch in der Naturheilkunde wird Honig schon lange als Mittel zur Hyposensibilisierung, zur Beruhigung oder auch als antibakterieller Wirkstoff eingesetzt. Gerade in der kalten Jahreszeit schwören viele auf einen positiven Effekt zur Stärkung der Abwehrkräfte. Wie viel Wahres dahinter steckt, ist in der Wissenschaft allerdings umstritten. (SWR, 21.11.2018)

Autofahren mit Diabetes ist zumeist kein Problem. (Diabetes Ratgeber, 21.11.2018)

A

Die Preisdiskussion bei Arzneimitteln wird in Österreich oft auf die Produktions- und Entwicklungskosten reduziert. Ausgeklammert bleiben das hohe Risiko in der Entwicklung, in der Finanzierung und vor allem auch der volkswirtschaftliche Nutzen, den innovative Arzneimittel bringen und über den sie nicht nur das Patientenwohl fördern, sondern auch wirtschaftlich einen Mehrwert bieten. … 12 Jahre dauert es im Durchschnitt, bis von 10.000 Anfangssubstanzen eine einzige bis zur Marktreife als Arzneimittel durchgebracht wird. In der Alzheimerforschung ist nicht einmal 1 % aller Forschungsprojekte erfolgreich. (Pharmig, 21.11.2018)

Biopharmazeutika sind moderne Arzneimittel und ermöglichen die Behandlung komplexer Erkrankungen wie Krebs oder Autoimmunerkrankungen. Sie entstehen in einem hoch komplexen Herstellungsprozess und sind dementsprechend teuer. Biosimilars sind biotechnologische Nachfolgepräparate von Biopharmazeutika und wesentlich günstiger. (Biosimilarsverband Österreich, 21.11.2018)

Die Wirtschaftskammer Wien hat die Existenzgrundlage für tausende Lebensberater und Energetiker gerettet. Das ist ein großer Tag für uns als Interessensvertretung. (WK Wien, 21.11.2018)

Die Patienten strömen förmlich zu uns in die Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie der MedUni Wien, um sich einer Untersuchung der Netzhaut zu unterziehen, mit der man diabetische Veränderungen innerhalb von wenigen Minuten und ohne Eingriff erkennen kann. (MedUni Wien, 21.1.2018)

SPAR in Österreich setzt die Initiative gegen zu viel Zucker auch 2019 fort. Bislang konnten fast 400 Tonnen Zucker oder mehr als 100 Mio. Stück Würfelzucker bei den SPAR-Eigenmarkenprodukten eingespart werden. (SPAR Österreichische Warenhandel-AG, 21.11.2018)

Das Vertrauen des österreichischen Krankenhauspersonals in das eigene Krankenhaus ist konstant hoch und steigt sogar. Der Wert der neuesten Befragung ist überhaupt der bisher höchste: Demnach würden sich 88,4 % der Befragten Personen im eigenen Krankenhaus behandeln lassen. Eine Trendumkehr gibt es in der Auswertung nach Berufsgruppen. Während das medizinische Personal gegenüber 2017 einen deutlich höheren „Ja“-Wert kommt, ist dieser bei den übrigen Mitarbeitern (Verwaltung, Einkauf etc.) von 71 % auf 56 % gesunken. (imh GmbH, 21.11.2018)

Im Alter selbstbestimmt und eigenständig zu leben wie auch sich selbst als gesund im Sinne von handlungsfähig, mobil, informiert und autonom zu erleben, gehört zu den wichtigsten Zielen älterer Menschen. (Gesundheit Österreich GmbH, 21.11.2018)

54 % der Menschen mit Multiple Sklerose in Österreich arbeiten nicht. (Fine Facts Health Communication, 21.11.2018)

Pressekonferenz u.a. mit Jörg Kraus, Präsident der Österreichischen Multiple Sklerose Gesellschaft. (Foto: Fine Facts Health Communication / APA-Fotoservice / Reither)

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