18. Oktober 2018: Meldungen des Tages aus der Medizin

EU

Die EU-Kommission investiert 124 Mio. € in bahnbrechende Forschung etwa zur Krebsdiagnose mit Quantencomputern, Beseitigung von Weltraumschrott oder Bekämpfung von Viren im Gehirn. Insgesamt werden 38 fächer- und länderübergreifende Projekte mit jeweils bis zu 3 Mio. € gefördert. (EU-Kommission, 18.10.2018)

D

Deutschland bleibt bei der Weiterentwicklung der globalen Gesundheit hinter seinen Möglichkeiten zurück. Das ist die zentrale Schlussfolgerung des 5-Punkte-Papiers “Contribution of Research and Development to Resilient Health Systems – The Role of Germany”, das die Global Perspectives Initiative mit internationalen Gesundheitsexperten beim “Grand Challenges Annual Meeting” in Berlin vorstellte. (Global Perspectives Initiative, 18.10.2018)

GPI-Leiterin Ingrid Hamm mit Gesundheitsexperten in Berlin. (Foto: obs / Global Perspectives Initiative / M. Darchinger für GPI (2018))

Jeder 2. Deutsche stirbt im Krankenhaus. Dabei ginge es auch anders: zu Hause, gut umsorgt und nicht allein. (ZDF, 18.10.2018)

Mittlerweile kommen rund 80 % der in Deutschland verfügbaren Arzneimittel aus Billiglohnländern wie China und Indien. (Bundesärztekammer, 18.10.2018)

Die europäischen Marktüberwachungsbehörden meldeten 2017 genau 2.199 risikobehaftete Produkte. In Deutschland erfolgten 331 RAPEX-Meldungen mit höchster Risikostufe an die BAuA. (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, 18.10.2018)

Viele gefährliche Fahrzeuge kommen aus Deutschland. (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, 18.10.2018)

Reiseerlebnisse begleiten uns im Alltag und formen unsere Persönlichkeit. So sagen 45 % der Deutschen, dass eine Reise sie verändert. Und 70,6 % erinnern sich nach einer Reise eher an die erlebte Natur als an Touristenattraktionen. (Swiss International Air Lines, 18.10.2018)

Infografik: obs / Swiss International Air Lines

Das innovative, von der Precisis AG entwickelte Gehirnstimulationsgerät EASEE hat erfolgreich die vorklinische Testphase abgeschlossen. Patienten, die an einer nicht medikamentös therapierbaren (therapierefraktären), fokalen Epilepsie leiden, erhalten nun erstmalig die Möglichkeit, ihren Krankheitsverlauf mithilfe der Gehirnstimulation günstig zu beeinflussen. (Precisis AG, 18.10.2018)

Zunächst wird den Betroffenen eine dünne Matte mit 5 kleinen Plättchen-Elektroden oberhalb des epileptischen Ursprungsgebiets unter die Haut implantiert. Bei dem einfachen, minimalinvasiven Eingriff muss der Schädelknochen nicht eröffnet werden. Angetrieben durch einen auf dem Brustmuskel lokalisierten Impulsgeber sendet EASEE elektrische Signale an das Gehirn. Ziel der oberflächlichen Gehirnstimulation ist, die erkrankten, überaktiven Gehirnareale durch individuell einstellbare elektrische Impulse zu stabilisieren. (Precisis AG, 18.10.2018)

Bei einem Tumor in der Blase spüren viele Betroffene lange nichts von ihrer Erkrankung. Typisch für Blasenkrebs sind Blut im Urin, ständiger Harndrang, häufiges Wasserlassen und Unterleibsschmerzen. (Apotheken Umschau, 18.10.2018)

A

Grippesaison gestartet: … Grippe fordert jährlich rund 1.000 Todesfälle in Österreich. Die Grippeschutzimpfung, die jedes Jahr idealerweise im Oktober oder November durchgeführt werden sollte, ist die effektivste Prävention. (Uniqa Insurance Group AG, 18.10.2018)

Das Darm-Mikrobiom bezeichnet die Gesamtheit der Lebewesen, die den Darm bevölkern und die einen essentiellen Beitrag zum Funktionieren der Verdauung bzw. des gesamten Organismuses leisten. Bei erwachsenen Menschen wiegt das Mikrobiom bis zu 1 kg und besteht, neben Pilzen und Viren, zu 98 % aus Bakterien. Das Mikrobiom enthält um den Faktor 100 mehr Informationen als das menschliche Genom. … Studien an Mäusen legen nahe, dass das Mikrobiom nicht nur einen Einfluss auf Entzündungen im Körper, sondern auch auf die Entstehung von Depressionen und von Krankheiten wie Diabetes, Demenz und Dickdarmkrebs hat. (Österreichischen Gesellschaft für Gastroenterologie, 18.10.2018)

Wenn Teddy ins Spital muss: Im Apothekerhaus konnten 300 Kinder ihre kranken Kuscheltiere betreuen. (Österreichische Apothekerkammer, 18.10.2018)

Wer geht wohin, wenn er erkältet ist? Der “verkühlte” Österreicher und der “erkältete” Deutsche behandeln sich zumeist selbst, fragen zu 38,2 % ihren Apotheker um ein nicht verschreibungspflichtiges Medikament und 35,1 % gehen gleich zum Hausarzt. (Hennrich PR, 18.10.2018)

Pensionsversicherungsanstalt erprobt neue Form der Rehabilitation: RehaJET bringt stärkere Verknüpfung von medizinischer und beruflicher Rehabilitation. (Pensionsversicherungsanstalt, 18.10.2018)

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