16. November 2018: Meldungen des Tages aus der Medizin

W

Den Welttoilettentag am 19. November haben die Vereinten Nationen ins Leben gerufen, um auf die weltweite Sanitärkrise aufmerksam zu machen. Umgerechnet ein Drittel der Menschheit hat derzeit noch keinen Zugang zu einer adäquaten Sanitärversorgung und ist daher einem erhöhten Risiko an Infektionskrankheiten ausgesetzt. (Arche noVa – Initiative für Menschen in Not, 16.11.2018)

EU

In der EU wurden 2017 landwirtschaftliche Erzeugnisse im Wert von 432,6 Mrd.€ produziert (Herstellungspreise). Das ist ein Plus von 6,2 % im Vergleich zu 2016. Mit 17 % des EU-Gesamtwertes war Frankreich das EU-Agrarland Nummer 1, gefolgt von Deutschland und Italien (je 13 %). Österreich stellte landwirtschaftliche Waren im Wert von 7,3 Mrd. € her (+ 5,8 %). (Eurostat, 16.11.2018)

D

Der 17. November jedes Jahres ist den frühgeborenen Kindern gewidmet. 2017 kamen in Deutschland 66.730 Kinder vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche zur Welt. 11.051 dieser Frühgeborenen hatten eine Geburtsgewicht von unter 1.500 Gramm. Diese Allerkleinsten sollten in spezialisierten Krankenhäusern, sog. Perinatalzentren, entbunden und betreut werden. In Deutschland gibt es 310 Spitäler, darunter 26 Evangelische, die sich den hohen Anforderungen an Perinatalzentren stellen. (Deutscher Evangelischen Krankenhausverband, 16.11.2018)

Die deutsche Bundesärztekammer hat die Gesamt-Novelle der (Muster-)Weiterbildungsordnung für Ärzte beschlossen. Sie gab damit den Startschuss für eine vollständige Neuausrichtung der ärztlichen Weiterbildung, nämlich kompetenzbasiert und flexibel sowie  Inhalte statt Zeiten. (Bundesärztekammer, 16.11.2018)

In Deutschland haben schätzungsweise 14 Mio. Menschen eine Hörminderung. Jedoch sind bisher nur rund 3 Mio. Menschen mit Hörgeräten versorgt. Ein Grund dafür dürften auch die hohen Kosten für Hörgeräte sein. Die Hörwelt24 AG ist darum die einzige Gesellschaft, die Hörgeräte bundesweit zur Miete statt zum Kauf anbietet. Der Kunde erhält 2 hochwertige Hörgeräte samt aller Batterien, Nebenleistungen, einer Verlustversicherung usw. zu einem monatlichen Preis, der dem von Handytarifen entspricht. Dadurch lassen sich bei der Anschaffung viele 1.000 € sparen. (Hörwelt24 AG, 16.11.2018)

Über 3 Mio. Frauen in Deutschland leiden jedes Jahr unter einer unkomplizierten Harnwegsentzündung (Zystitis), meistens ausgelöst durch das Bakterium Escherichia coli. Ziehen im Unterleib, häufiger Harndrang und Brennen beim Wasserlassen sind deren klassische Symptome. Bei rund 50 % der Frauen entwickeln sich allerdings immer wiederkehrende Infektionen, sog. Rezidive. Damit steigt das Risiko einer chronischen Zystitis. (Ifemedi, 16.11.2018)

Wenn die gesetzlichen Krankenkassen Rabattverträge abschließen, dann sind auch sie es, die die Konsequenzen für dieses Wagnis tragen müssen. Die Kassen sind schließlich mit ihren Versicherten einen Vertrag eingegangen. Sie haben ihnen damit eine ausreichende (rechtzeitige) und zweckmäßige (qualitativ dem anerkannten Stand der medizinischen Erkenntnisse entsprechende) Versorgung garantiert. Will die Krankenkasse diesen Vertrag, also ihre gesetzliche Leistungspflicht, zu besonders niedrigen Kosten erbringen – wohlwissend, dass Rabattverträge die Koordinaten für die Versorgung verschoben haben – muss sie auch für die Folgen gerade stehen. (Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie, 16.11.2018)

Statt mit Nutri-Score oder der Nährwertampel zu höchst zweifelhaften Bewertungen der Lebensmittel zu kommen, sollte man sich endlich auf das Wesentliche konzentrieren: Für das Körpergewicht zählt die Kalorienbilanz ! Als Maßnahme zur Übergewichtsprävention wäre daher eine zusätzliche, hervorgehobene Kalorienangabe ein wirksamer Beitrag. (Wirtschaftliche Vereinigung Zucker, 16.11.2018)

Antibiotika-Resistenzen sind eine globale Gefahr, der man mit einem internationalen Schulterschluss begegnen muss. So sei es auch notwendig, den Einsatz von Antibiotika in der Tiermast weiter zu senken. BÄK-Präsident Montgomery mahnt auch eine bessere Personalausstattung in den Krankenhäusern an. Eine hohe Arbeitsdichte stelle das größte Risiko für nosokomiale Infektionen dar. Man brauche daher insbesondere in Risikobereichen wie Intensivstationen dringend mehr Ärzte und Pflegekräfte. (Bundesärztekammer, 16.11.2018)

Zu Beginn der 80er Jahre wurden Menschen von Pharmafirmen und dem Deutschen Roten Kreuz durch unzureichend gereinigte Blutprodukte mit HIV und schon zuvor in den 70er Jahren mit Hepatitis C infiziert. Von den damals ca. 1.800 HIV-Infizierten leben nur noch 532 Betroffene. (Verband der Opfer des Blutskandals, 16.11.2018)

Die Nagelhaut sollte man nicht schneiden, denn sie schützt das Nagelbett vor Pilzen und Bakterien. (Apotheken Umschau, 16.11.2018)

Zugang zu einer sauberen Toilette zu haben, das ist für Europäer eine Selbstverständlichkeit. Für 2,5 Mrd. Menschen auf anderen Kontinenten ist es das nicht. (Unilever Deutschland GmbH, 16.11.2018)

A

Auch 2017 war Montag der gefährlichste Wochentag in Österreich. Die AUVA verzeichnete an den Montagen insgesamt 12.264 Wegunfälle von Erwerbstätigen. (AUVA, 16.11.2018)

“AHA”: Auswurf, Husten und Atemnot sind die Hauptsymptome der Chronisch obstruktiven Lungenkrankheit COPD. … Viele COPD-Patienten, vor allem jene mit Lungenemphysem, können die eingeatmete Luft nicht vollständig ausatmen, weshalb sich Teile der Lunge krankhaft aufblähen. Bei der Ventiltherapie werden kleine Einwegventile mittels einer Lungenspiegelung in die Lunge eingesetzt, die verhindern, dass Atemluft in die geschädigten Teile der Lunge gelangt. Die Ventile verschließen sich beim Einatmen und öffnen sich beim Ausatmen. Dadurch nimmt die krankhafte Lungenüberblähung ab, die Atmungskapazität gesünderer Lungenabschnitte nimmt wieder zu. (PID der Stadt Wien, 16.11.2018)

In Österreich haben mindestens 190.000 Schulkinder eine chronische Krankheit. (AbbVie GmbH, 16.11.2018)

Menschen, die an der „Diamond-Blackfan-Anämie“ erkranken, können keine funktionsfähigen roten Blutkörper bilden und sind auf Bluttransfusionen im Abstand von 3-4 Wochen angewiesen. Zudem müssen sie eine Reihe von Medikamente mit schweren Nebenwirkungen einnehmen. (Institut für Molekulare Biotechnologie, 16.11.2018)

Schreibe einen Kommentar