14. Dezember 2018: Meldungen des Tages aus der Medizin

Deutschland

Wenn es um die Finanzen deutscher Krankenkassen geht, dann machen es sich deren Kritiker gerne leicht: Sie schimpfen über die “reichen” Körperschaften und fordern Geld zurück oder Rabatte. Dabei gibt es Kassen, die erreichen die gesetzlich vorgeschriebene Mindestreserve nur mit Müh und Not. Jedoch auch Kassen, die in der Tat im Geld schwimmen. Die “reichste” BKK wies Ende 2017 ein Gesamtvermögen von 1.178,92 € je Versicherten auf. Die “ärmste” BKK kam auf 80,47 €. (MC.B Verlag GmbH, 14.12.2018)

Anlässlich der Liefer- und Versorgungsengpässe bei Ibuprofen, dem Antibiotikum Piperacillin / Tazobactam sowie dem Antimykotikum Amphotericin B fordern BÄK und AkdÄ die Einführung einer verpflichtenden Meldung der pharmazeutischen Unternehmer im Fall von unmittelbar drohender Gefahr eines Versorgungsmangels der Bevölkerung. (Bundesärztekammer, 14.12.2018)

Kosmetikhersteller locken mit allerhand Versprechen für ein gepflegtes Aussehen. Doch was taugen Koffein-Shampoos, Repair-Zahnpasten und Anti-Falten-Cremes? … Faltenfrei dank Hyaluron: Hyaluronsäure kommt natürlich im Körper vor und kann viel Wasser binden. Deshalb soll sie als Zusatz in Anti-Aging-Cremes helfen, Falten aufzupolstern und die Haut jünger wirken zu lassen. (ZDF, 14.12.2018)

Österreich

Dass eine Ordination führende Ärzte in Österreich nun endlich Kolleginnen und Kollegen anstellen dürfen, hilft beiden Seiten und ist ein entscheidendes Element im Kampf gegen den strukturellen Ärztemangel. Ein Wermutstropfen ist jedoch die Beschränkung auf maximal eine Vollzeit- oder 2 Teilzeitanstellungen. (Österreichische Ärztekammer, 14.12.2018)

Die Vollversammlung der Österreichischen Ärztekammer hat im Rahmen des 138. Ärztekammertages klare rechtliche und technische Rahmenbedingungen für telemedizinische Leistungen gefordert. … Für eHealth-Apps und andere telemedizinische Applikationen seien europaweit u.a. einheitliche Zertifizierungen nötig sowie ein Telemedizin- und eHealth-Register zur strukturierten Erfassung zertifizierter telemedizinischer eHealth-Applikationen. (Österreichische Ärztekammer, 14.12.2018)

Ob Multiple Sklerose, Alzheimer oder Parkinson: Erhält ein Patient die Diagnose einer chronischen neurologischen Erkrankung, bedeutet dies einen großen Schock und vor allem einen immensen Einschnitt in das gesamte Leben. Die Unheilbarkeit vor Augen, müssen Betroffene lernen, mit ihrer Krankheit zu leben. Und nicht nur sie: Auch Angehörige leiden mit und brauchen Unterstützung. (Netdoktor.at, 14.12.2018)

Im Bild u.a. Prof. Eduard Auff (Österreichische Parkinsongesellschaft) und Ursula Gastinger (netdoktor.at). (Foto: S. Hertel)

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