1. Oktober 2018: Meldungen des Tages aus der Medizin

Europa

Im Rahmen des EAHSA-EDE-Kongresses 2018 gab es auch ein Treffen des Präsidenten der Federation of European Social Employers, Gregor Tomschizek, mit Tschechiens Gesundheitsminister Adam Vojtech. (Federation of European Social Employers, 01.10.2018)

Gruppenbild in Prag mit Gregor Tomschizek und Tschechiens Gesundheitsminister Vojtech. (Foto: V. Hotova)

Deutschland

Die Ausgaben für Arzneimittel steigen in Deutschland immer weiter an. Nach wie vor können die Hersteller patentgeschützter Medikamente im 1. Jahr astronomische Mondpreise verlangen. (AOK-Bundesverband, 01.10.2018)

Die Rekord-Einsparungen durch das AMNOG-Verfahren haben einen Makel: Sie gehen auf Kosten der Versorgung der Patienten mit innovativen Arzneimitteln. Von den insgesamt 171 Präparaten mit abgeschlossener Nutzenbewertung und Preisfindung sind mittlerweile 27 Präparate wieder vom Markt verschwunden. (BPI, 01.10.2018)

Es klingt so einfach: Man hat ein gesundheitliches Problem, nimmt ein Medikament dagegen und wird wieder gesund. Untersuchungen zeigen allerdings, dass die Realität anders aussieht. (Apotheken Umschau, 01.10.2018)

Bild: obs / Wort & Bild Verlag – Apotheken Umschau

Durch den Einsatz digitaler Technologien könnten im deutschen Gesundheitswesen jährlich bis zu 34 Mrd. € eingespart werden. Dies entspricht rund 12 % der gesamten jährlichen Gesundheits- und Versorgungskosten von zuletzt 290 Mrd. €. Das größte Nutzenpotenzial bieten dabei elektronische Patientenakte und Rezepte sowie webbasierte Interaktionen zwischen Arzt und Patient. (McKinsey & Company, 01.10.2018)

Meldungen über Nebenwirkungen nach der Einnahme von Medikamenten sind wertvoll, weil Pharmafirmen und Behörden daraus lernen, wie sich die Anwendung von Arzneimitteln noch sicherer machen lässt. (Verband forschender Pharma-Unternehmen, 01.10.2018)

Copyright: obs / VFA / Verband forschender Pharma-Unternehmen

Reichtumsstudie: Junge Deutsche sind beim Vermögensaufbau und der Aussicht auf Reichtum deutlich optimistischer als die älteren Mitbürger. (RWB Group AG)

Infobrafik: obs / RWB Group AG / Bild: Macrovector

Kaum hat der Herbst begonnen, haben viele schon den ersten Schnupfen. … Man kann den Schnupfen weder abschaffen noch die Zeit verkürzen, in der die Nase läuft. Aber es gibt Maßnahmen, die das Leben dann leichter machen. Allen voran ist die Nasendusche empfehlenswert. (Apotheken Umschau, 01.10.2018)

Jeder kann schlimm krank werden. Dann leidet nicht nur die Gesundheit, sondern auch der Geldbeutel. Die DEVK bietet ab jetzt mit “VitaProtect” eine finanzielle Soforthilfe bei schweren Erkrankungen an und zahlt im Krankheitsfall eine Einmalleistung. (DEVK Versicherungen, 01.10.2018)

Das übergeordnete Ziel aller Veranstaltungen und der Kampagne selbst ist, zum Verständnis und zur Verhütung von Blindheit beizutragen. (Woche des Sehens, 01.10.2018)

Beim Niesen fliegen feinste Tröpfchen bis zu 8 Meter weit – und mit ihnen auch Krankheitserreger. Wer niesen muss, sollte sich daher ein sauberes Taschentuch vorhalten und dieses danach gleich entsorgen. Unterdrücken sollte man das Niesen in keinem Fall. (Apotheken Umschau, 01.10.2018)

Dem Kopfweh die Stirn bieten. … Wenn Tabletten bedenkenlos gegen Kopfschmerzen eingenommen werden, kann das die Symptome sogar noch verstärken. Deutlich wirksamer ist es, langfristig an der Ursache anzusetzen und Kopfschmerzen vorzubeugen. (Siemens-Betriebskrankenkasse, 01.10.2018)

Laut Statistischem Bundesamt waren 2015 rund 2,9 Mio. Menschen in Deutschland im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes pflegebedürftig. Diese Zahl könnte bis 2060 auf 4,8 Mio. ansteigen. Alltagsunterstützenden Assistenzlösungen (AAL) können Pflegende durch intelligente Systeme entlasten und ermöglichen Unterstützungsbedürftigen, ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu führen. (Karlsruher Messe und Kongress GmbH, 01.10.2018)

Mit Skepsis betrachten Bundesärztekammer und die Deutsche Hochschulmedizin die Ankündigung eines in Malta angemeldeten, aber von Deutschland aus operierendem deutschen Unternehmens (Digital Education Holdings, DEH) und eines Krankenhauskonzerns zur Etablierung eines privatwirtschaftlich organisierten Studiengangs in Humanmedizin. (Bundesärztekammer, 01.10.2018)

Österreich

Arzneimittel aus Blutplasma zählen zu den Standardpräparaten in der Intensivmedizin sowie in der Behandlung von Hämophilie, bei neurologischen Erkrankungen, onkologischen Krankheitsbildern und Autoimmunerkrankungen. Allein in Österreich sind rund 180.000 Patienten auf Plasmapräparate angewiesen. (Pharmig, 01.10.2018)

Bronchiale Rheoplastie kommt in Wien weltweit das erste Mal zum Einsatz. (Ludwig Boltzmann Gesellschaft, 01.10.2018)

Osteoporose und Brustkrebs: Zeitpunkt des Therapiestopps könnte entscheidend sein. (Austrian Breast & Colorectal Cancer Study Group, 01.10.2018)

(Noch) schöner bitte ! Rund 50.000 Österreicher legen sich dafür jedes Jahr unters Messer. Auch minimal invasive Behandlungen mit Botox und Hyaluronsäure boomen. (Medizin populär, 01.10.2018)

Linzer Kardiologe Prof. Dr. Helmut Pürerfellner als 1. Österreicher im Führungsgremium der Europäischen Herzrhythmus-Gesellschaft. (Ordensklinikum Linz – Barmherzige Schwestern Elisabethinen, 01.10.2018)

Schweiz

Die Schweiz ist zwar Unterzeichner der WHO-Rahmenkonvention über die Tabakkontrolle (FCTC), jedoch neben Andorra, Liechtenstein und Monaco das letzte Land in Europa, welches sie noch nicht ratifiziert hat. Diese Tatsache ärgert die Chefin des FCTC-Sekretariats, Vera Luiza da Costa e Silva. Es sei “eine Schande”, dass die Schweiz noch nicht Vertragspartei ist, da es bei der Konvention um den Schutz der öffentlichen Gesundheit der Bevölkerung geht. Weiter sagte sie, dass angesichts des Gewichts der Tabakindustrie der politische Wille in der Schweiz nicht ausreiche,  wirksame Maßnahmen umzusetzen. (ARGE Tabakprävention Schweiz, 01.10.2018)

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